Sieben Kandidaten benötigt, nur sechs Personen haben sich gemeldet

Ein Kandidat fehlt: Kein Ortsbeirat in Oberhone

Oberhone. Im Eschweger Stadtteil Oberhone wird es zum ersten Mal in der Geschichte des Ortes keinen Ortsbeirat geben.

Das gab die Wahlleiterin der Stadt Eschwege Dagmar Schade-Kurz am Freitagabend bei der Tagung des Wahlausschusses bekannt. In dem Ort kam keine Wahlliste zustande, weil es an einem Bewerber scheiterte. Anstatt der benötigten sieben Kandidaten hatten sich nur sechs Personen für den Ortsbeirat aufstellen lassen.

Der Ortsbeirat Oberhone besteht aus sieben Mitgliedern. Zurzeit hält die CDU drei Sitze, SPD und FWG jeweils zwei Mandate. Zu dem Fauxpas war es gekommen, weil es innerhalb des Gremiums Kommunikationsprobleme gab. Für die Kommunalwahl am 6. März hatte die CDU bis zum Stichtag am 28. Dezember vier Kandidaten angemeldet. Die FWG wollte zwei Personen absenden. Die SPD hatte keine Liste abgegeben. „Der Mitgliederstand im Ortsverein ist niedrig, das Durchnittsalter hoch“, sagt Alfred Heckmann, der bis zuletzt zusammen mit Mirko Ewald für die SPD im Ortsbeirat gesessen hatte. „Wir haben niemanden gefunden.“ Heckmann selbst hat 35 Jahre Kommunalpolitik betrieben, war über zwei Jahrzehnte Ortsvorsteher und wollte jetzt Platz für Jüngere machen.

Bei CDU und FWG wusste man nichts davon, dass es von der SPD keinen Kandidaten geben würde. „Die Zusammenarbeit im Ortsbeirat war immer gut, wir haben prima miteinander kommuniziert“, sagt Ortsvorsteher Ortwin Ludwig (CDU). Über eine Bewerberliste hätten die Kandidaten allerdings nicht geredet. „Keiner hat es gewusst“, sagt Ludwig, der in dieser Woche von der Nachricht überrascht wurde und jetzt „geschockt“ ist. Zumal die CDU nach seinen Angaben noch einen Kandidaten in petto gehabt hätte.

Mit dann sieben Bewerbern wäre die Wahl zustande gekommen. „Wir wussten von dieser Regel nichts, es tut uns leid, dass jetzt kein Ortsbeirat zustande kommt“, sagt Alfred Heckmann.

Von Tobias Stück

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