Öffnung der Schulen stößt im Kreis nicht überall auf Begeisterung

ARCHIV - 07.11.2017, Brandenburg, Prenzlau: Schüler einer dritten Klasse einer Grundschule sitzen im Unterricht. (zu dpa "Unicef: Deutschland bei Bildungsgerechtigkeit nur im Mittelfeld" am 30.10.2018) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Das Corona-Kabinett im Landtag hat weitere Lockerungen der Einschränkungen beschlossen. Im Werra-Meißner-Kreis stoßen die Lockerungen auf geteiltes Echo.

Die neuen Regelungen, die zunächst bis zum 16. August gelten sollen, betreffen den wieder einsetzenden Regelbetrieb an Grundschulen ab 22. Juni, die Kita-Komplettöffnung ab dem 6. Juli, Sportmöglichkeiten und die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen.

Die Entwicklungen der letzten Wochen ließen zu, dass man mit weiteren Lockerungen versucht, gesellschaftlich relevante Bereich zu öffnen, kommentiert Landrat Stefan Reuß die Entscheidung der Regierung, die mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt wurde. „Wenn sich verantwortungsvoll an die Vorgaben der Hygiene- und Abstandsregelungen gehalten wird, kann das gelingen“, sagt Reuß. 

Er appelliert an die Menschen im Werra-Meißner-Kreis: „Ich wünsche mir, dass wir nicht leichtsinnig werden, sondern verantwortungsbewusst damit umgehen, gegenseitig aufeinander achten und vor allem respektieren, wenn einzelne Bürger sagen, es geht ihnen zu weit.“ Besonders auf gefährdete Personengruppen müsse auch in Zukunft acht gegeben werden.

Wie Anita Hofmann vom Staatlichen Schulamt mitteilt, soll der Unterricht in festen Klassenverbänden möglichst bei der Klassenlehrkraft stattfinden. Der Unterricht solle in einem Zeitrahmen von vier bis fünf Stunden stattfinden. Von dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Hessen gibt es indes Kritik an der Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen. „Dieser erneute Kurswechsel ist eine Zumutung für die Lehrkräfte und Schulleitungen“, kritisiert Landesvorsitzender Stefan Wesselmann die Pläne. Christian Schrank, Vorsitzender des Kreiselternbeirats bemängelt, dass die Schulen zwei Wochen vor den Ferien öffnen, statt die Ferien als Puffer zu nutzen.

Voraussichtlich Ende des Monats werden die Kommunen die Freibäder wieder öffnen. „Wir brauchen noch etwas Vorlaufzeit“, sagen die Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Thomas Eckhardt.

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