Öko-Landwirtschaft ist im Werra-Meißner-Kreis auf dem Vormarsch

Werra-Meissner. Die Schwerpunkte in der Lanwirtschaft im Werra-Meißner-Kreis veränderen sich. Die Zahl der Milchviehbetriebe geht kontinuierlich zurück, dafür werden deutlich mehr Ökobetriebe registriert. Das geht aus dem Bericht zur Landwirtschaft hervor, den Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann gestern veröffentlichte. Es vollziehe sich ein Agrarstrukturwandel.

Die Milchviehhaltung ist stark rückläufig. 2009 wurden noch 147 Betriebe gezählt, in diesem Jahr sind es nur noch 89. Das ist ein Rückgang von fast 40 Prozent. „Mit der zweiten Milchmarktkrise im vergangenen Jahr hat sich der Rückgang deutlich verschärft“, sagt Wallmann. Viele der Milchbauern wechseln in den Nebenerwerb. Noch in den 1980er Jahren belegte der Kreis bei den Stallneubauten in Hessen den Spitzenplatz.

Einen deutlichen Wachstum verzeichnet die heimische Landwirtschaft beim Öko-Landbau. Über 90 sind es aktuell. Damit wirtschaften 9,3 Prozent aller Betriebe im Kreis kontrolliert ökologisch. Die Öko-Anbaufläche liegt sogar noch höher- Rund elf Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen werden aktuell ökologisch bewirtschaftet. Zentren der ökologischen Landwirtschaft sind weiterhin Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf. Auch die ökologische Landwirtschaft wird hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben.

Keine Alternative für die konventiuonellen Milchbauern ist die Öko-Milcherzeugung. Für die Landirte bedeute das eine lange Umstellungsphase. „Außerdem ist die Bereitschaft der Öko-Molkereien, neue Lieferanten aufzunehmen, eher gering“, sagt Wallmann.

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