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OG-Leiterin Margret Schulz-Bödicker geht Montag in Pension

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Von: Tobias Stück

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Letzte Tage im Amt: Margret Schulz-Bödicker verabschiedet sich am Montag in den Ruhestand.
Letzte Tage im Amt: Margret Schulz-Bödicker verabschiedet sich am Montag in den Ruhestand. © Tobias Stück

Am 31. Januar verabschiedet sich Schulz-Bödicker in den Ruhestand. Ihre Karriere begann spät, hat dann aber mächtig Fahrt aufgenommen.

Eschwege – Am Montag wird es noch einmal offiziell für Margret Schulz-Bödicker. Dann leitet sie zum letzten Mal die Konferenz am Oberstufengymnasium in Eschwege. Wenn sie diese geschlossen hat, ist auch ihre Zeit als Schulleiterin hier vorbei und ihre Karriere als Oberstudiendirektorin beendet.

Das Ende ihrer kurzen, aber sehr intensiven Karriere in verschiedenen Funktionsstellen endet unter besonderen Voraussetzungen. Die letzten beiden Jahre seien durch die Pandemie besonders herausfordernd gewesen. „Trotzdem haben wir versucht, den Schülern eine möglichst normale Schulzeit zu bieten.“ Wettbewerbe wurden angeboten, Chorprojekte umgesetzt, Experten eingeladen. Es gab Exkursionen und die Studienfahrten. Gerade wurde die Karrieremesse 4you unter strengen Hygieneauflagen angeboten. Die Digitalisierung in der Schule habe durch die Pandemie einen ordentlichen Schub erhalten, der Schulträger habe sie dabei gut unterstützt. „Die Schüler haben mit unserer Unterstützung noch mehr gelernt, sich selbst zu organisieren und – beispielsweise auf den Tablets – ein Ordnungssystem zu entwickeln.“ Das werde ihnen für ihre weitere Karriere hilfreich sein.

Den Fokus auf den Abschluss und die spätere Karriere der Schüler zu legen, sei eine neue Facette in ihrem Berufsleben gewesen, was ihr durch die Leitung des Oberstufengymnasiums ab dem Jahr 2016 erst richtig bewusst wurde. Schule arbeite hier abschlussbezogen. Was aus den Schülern werde, habe man hier ständig vor Augen.

Was tatsächlich aus den Schülern geworden ist, wird ihr und den Kollegen regelmäßig zurückgemeldet. Die Schüler halten auch nach dem Abitur Kontakt zu ihrer Schule. Das liege an der guten Beziehung zu den Schülern, die ihr immer wichtig war. Eine „Atmosphäre auf Augenhöhe“ nennt sie das. „Den Schülern muss es gut gehen“, sagt sie. Dafür wurde an der Oberstufe beispielsweise zusammen mit der SV ein Beratungsteam aufgebaut. In der Oberstufe müsse man keine Erziehungsarbeit mehr leisten wie in der Grundschule oder der Sekundarstufe I. Man könne sich hier auf andere Dinge konzentrieren.

Bevor die gebürtige Rheinländerin die Laufbahn als Pädagogin einschlug, volontierte sie und wurde Nachrichtenredakteurin. Über München und Göttingen kam Schulz-Bödicker nach Eschwege. Das Referendariat an Friedrich-Wilhelm-Schule und Oberstufengymnasium nahm sie erst mit über 40 Jahren und drei Kindern in Angriff.

Weitere Stationen waren die Brüder-Grimm-Schule in Eschwege und die Werratalschule in Heringen, wo die Lehrerin für Latein und Geschichte erste Funktionsstellen übernahm. BGS-Direktor Jürgen Schinkmann hatte sie in die Richtung gelenkt. An beiden Standorten war sie stellvertretende Leiterin.

Am OG folgte Schulz-Bödicker nach mehr als einjähriger Vakanz auf Wolfgang Stenner. Von Beginn an schätzte sie die gute Arbeitsatmosphäre. „Von allen Ebenen kamen gute Impulse.“ Unter Einbeziehung aller schulischer Gremien sei ein neues Leitbild entstanden. Man habe Bildung nachhaltig entwickelt. Mit den Verbundschulen sei man gut vernetzt gewesen. Wer Nachfolger in der Leitung des Oberstufengymnasiums wird, steht noch nicht fest. Es gäbe „eine gute Bewerbungslage“, sagt der kommissarische Leiter des staatlichen Schulamts in Bebra. Entscheiden würde letztendlich das Kultusministerium. Er ist zuversichtlich, dass bis zum Sommer eine Neubesetzung geregelt ist. Am 1. August beginnt das neue Schuljahr. Wenn Margret Schulz-Bödicker am Montag die Tür des Oberstufengymnasiums schließt, werde viel Wehmut mitschwingen. Sie werde aber auch Zeit zum Durchatmen haben. Gerade nach den letzten Jahren. (Tobias Stück)

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