Rallyeteam Beck/Seibert war vor knapp 40 Jahren ein erfolgreiches Fahrer-Beifahrer-Gespann

Mit Opel GT auf Pokaljagd

Wie in alten Zeiten: Herbert Beck (re.) und Co-Pilot Michael Seibert fühlen sich durch den Opel GT an ihre aktive Zeit als Rallye- und Orientierungsfahrer erinnert. Links Jörg Engelhardt (72), der seinerzeit auch als Rallyefahrer aktiv war. Foto: Mayer

Eschwege. Die Zeiten, als in der Saison jedes Wochenende Rallyes oder Orientierungsfahrten in unseren Gefilden stattfanden, sind längst vorbei. Naturschutz- und Energiebewusstsein haben zu einer restriktiven Genehmigung solcher Automobilveranstaltungen geführt, bei denen vor drei bis vier Jahrzehnten Mitglieder des AC Eschwege kräftig mitgemischt haben.

Mit Vollgas und Gefühl: Beck und Seibert in Aktion mit ihrem Opel GT und den typischen Halogen-Zusatzscheinwerfern. Foto: privat

Bei einem hat das automobile Fieber bis heute nicht nachgelassen, eine regalfüllende Pokalsammlung zeugt von erfolgreichen Zeiten auf vier Rädern: Michael Seibert (58), gebürtiger Reichensächser, den es beruflich vor über 30 Jahren nach Ludwigsburg in Baden-Württemberg verschlagen hat. Er hat unter mobil.de einen Opel GT gefunden, Baujahr 1970, was zum Führen eine (H-)istorischen Kennzeichens berechtigt, 107 PS, rot.

Seibert hat das gute Stück, das im Schwarzwald zwölf Jahre in einer Scheune vor sich hin verstaubte für 4000 Euro erworben und mit original Ersatzteilen wieder auf Vordermann gebracht.

Genau so einen GT hatte Herbert Beck, in Eschwege bekannt als Betreiber der Esso-Tankstelle und Repräsentant der Marinekameradschaft. Copilot, in Insiderkrisen Franzer genannt, Michael Seibert, hat seinen Fahrer Herbert Beck, immerhin auch schon 65 Lenze auf dem Buckel, just am Wochenende von dessen Silberner Hochzeit mit dem roten Oldtimer überrascht. Alle Details sind identisch mit dem roten Flitzer von 1975, sogar ein Twinmaster ist eingebaut. Der stammt aus dem BMW des schon verstorbenen Herbert Hellwig, mit dem Seibert Orientierungsfahrten gefahren ist. Was heute jedes GPS-Gerät leistet, nämlich die gefahrene Strecke auf zehn Meter genau anzuzeigen, dafür benötigten Rallyefahrer früher einen Twin-Master.

Meist ganz vorne dabei

Damit haben Beck und Seibert u. a. die Harz-Winter-Rallye, die Hessen-, Werraland- und Kurhessen-Rallye gefahren und sind meist mit Pokalen für vordere Plätze zurückgekehrt. Als Seibert 1976 wegzog, sprang Jörg Engelhardt bis 1988 als Copilot ein.

Parallel zu den meist samstäglichen Veranstaltungen, haben alle drei sonntags mit anderen Fahrzeugen an Geschicklichkeitsturnieren teilgenommen, waren hessenweit unterwegs und hier nicht minder erfolgreich für den AC Eschwege.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare