Aus Bergen werden Haufen

Open Flair: Festivalgänger treten Heimreise an – Weniger Müll auf Campingplatz

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Gemeinsam geht es leichter: Festivalbesucher Johnny Schwarz (rechts im Bild) und sein Kumpel haben ihren Müll in einen Sack gepackt, für den sie fünf Euro vom Veranstalter bekommen.

Eschwege – Die Festivalgänger des Open Flairs treten die Heimreise an. Auf dem Campingplatz gibt es weniger Müll als in den vergangenen Jahren. 

Sofas, Pavillons, Bierdosen und Essensreste: Wer sich den Campingplatz nach dem Open-Flair-Festival in den vergangenen Jahren angeschaut hat, weiß, wie viel Müll rund 15 000 Menschen dort hinterließen.

Auch 2019 gab es Camper, die ihren Müll nicht wieder mit nach Hause nehmen wollten – jedoch weniger als sonst, finden die Festivalbesucher.

Ab in den Sack: Was nicht mitgenommen wurde, blieb dank vieler Helfer nicht lange auf dem Campingplatz liegen.

„Ich bin seit neun Jahren hier und noch nie war es so sauber wie heute“, meinte Johnny Schwarz aus Kassel am Montag kurz vor seiner Abreise. Zusammen mit seinem Kumpel brachte er noch schnell einen vollen Müllsack zurück, bervor es für beide Richtung Heimat ging. Ebenfalls der Annahme, dass weniger Besucher ihr Zeug zurückließen, war Klara Liebrecht aus Bremen. „Aus Bergen wurden Haufen“, stellten sie und ihre Freunde fest. Zusammen packten die Camper alles in einen kleinen VW Golf – sogar auf dem Dach fanden einige Sachen Platz. „Das Einzige, was wir hinterlassen, sind Blumen, die wir frisch eingepflanzt haben.“

Abreisetag: Am Montag hieß es Abschied nehmen vom Open Flair 2019 – auch für Hanne Nacke aus Hamburg.

Ganz von Hinterlassenschaften jeglicher Art verschont blieb der Campingplatz allerdings nicht. Extra zum Aufsammeln von Müll verabredet haben sich Nele Becker und Emily Simon aus Eschwege. „Nach der Schule sind wir direkt los, um beim Aufräumen zu helfen“, berichteten die beiden Freundinnen. Mitglieder der DRK-Ortsgruppe aus Waldkappel liefen zudem mit Säcken bepackt über das Gelände und unterstützten die Veranstalter, die sich während des Festivals einige Möglichkeiten zur Vermeidung von Müll überlegt hatten. Unter anderem gab es Müllrückgabestationen, bei denen die Säcke abgegeben werden konnten. Zusätzlich aufgestellte Container an den Hauptwegen sowie ein mobiles Mülleinsatzkommando, das über das Campinggelände fuhr, gab es außerdem.

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