Das Open Flair im Clubstil

Open Flair: Kontrastprogramm zu den Festival-Konzerten auf der Bühne des E-Werks

Poetry Slam: Der Schweizer Renato Kaiser ist Spoken Word Künstler, Comedian, Satiriker, Autor und einer der bekanntesten Vertreter der deutschsprachigen Poetry Slam Szene. Foto: privat

Eschwege. Auf den drei Konzertbühnen auf dem Werdchen beziehungsweise am Werratalsee wird es laut, und davor drängt sich das Publikum dicht an dicht; im Schlosspark steht während des Open Flair Mitte August Kleinkunst auf dem Spielplan.

In deutlich kleinerem Rahmen gastieren die Künstler, die für das E-Werk gebucht sind: De Lusejungen, Klontik, Lot, Phela, Spaceman Spiff, The Incredible Herrengedeck mit Freunden, Tice, Andy Strauß und The Fuck Hornisschen Orchestra.

Die Eröffnungsshow

Und im E-Werk fällt auch der offizielle Startschuss für das fünftägige Spektakel vom 9. bis 13. August. „Mittlerweile ist es eine liebgewonnene Tradition, das Flair ganz offiziell im E-Werk zu eröffnen“, sagt Open-Flair-Geschäftsführer Alexander Feiertag. Auch wenn die ersten Konzerte bereits gelaufen sein werden, das Flatterband wird erst dort vom Festivaldirektor durchgeschnitten und damit ein langes Wochenende Festivalwahnsinn eingeläutet. Außerdem werden Dominique Macri und Felix Römer wieder illustre Gäste einladen und mit Schnaps zum Reden bringen, Musik und Slammer auf die Bühne holen und das Publikum gebührend auf das 32. Open Flair einstimmen.

Das Slam-Finale

Dazu gibt es im E-Werk das Slam-Finale. Zwei gnadenlose Halbfinals liegen hinter den Poeten, die sich für das Finale qualifiziert haben und um die Festivalkrone kämpfen. Der Festival-Slam hat wieder die Creme de la Creme der deutschsprachigen Poetry Slam nach Eschwege gebeten und auch einige Newcomer im Gepäck. Mit dabei sind Renato Kaiser, Annika Blanke, Anna-Lena Obermoser und Jan Philipp Zymny.

Die Künstler

De Lusejungen sind mit handgemachter Musik am Start, mit einem großen Koffer voller Instrumente, spritzigen Texten in englisch, deutsch und „nochdhessisch“. Band Klontik eröffnet das Programm im E-Werk mit urigem Rumpelpop live auf der Straße.

Lothar Robert Hansen, kurz Lot, ist ein Suchender. Seine Musik ist zu gleichen Teilen modern wie zeitlos, intim wie bombastisch.

Die Musik der 27-jährigen Phela zeichnet sich besonders durch poetische Texte aus. Live gestaltet die Künstlerin ihre Konzerte immer neu, spielt auf der Bühne Geige, Klavier und E-Gitarre. Spaceman Spiff – das sind nahegehende Texte und schöne Musik, vor allem aber das Ver-sprechen, dass alle Beteiligten einen guten Abend haben werden.

Die Chanson-Punker von The Incredible Herrengedeck bringen Freunde mit, um die E-Werk-Bühne ein für allemal abzureißen: Fokko Wolkenstein, die Tsootsies und Benedikt Gramm. Die Düsseldorfer Rapperin Tice begeistert mit Texten auf Deutsch und ihrer markant kratzigen Stimme.

Andy Strauß ist gebürtiger Ostfriese, gefeierter Poetry Slammer, Schriftsteller, Schauspieler, dubioser Musiker: der Mann hat alles mal gemacht. Julius Fischer und Christian Meyer vom The Fuck Hornisschen Orchestra loten beim Open Flair die Grenzen von Genie und vor allem Wahnsinn aus. (hs)

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