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Open Flair offiziell eröffnet - Vorfreude wie beim ersten Mal

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Ikone, Allvater und Flair-Maestro: Festivalchef Alexander Feiertag durchtrennt das symbolische Absperrband.
Ikone, Allvater und Flair-Maestro: Festivalchef Alexander Feiertag durchtrennt das symbolische Absperrband. © Schöggl

Donnerstagnachmittag eröffnete Alexander Feiertag als Geschäftsführer des Arbeitskreises Open Flair das Festival – im Nachhinein.

Nach dem Anreise-Dienstag und ersten Acts am See und im E-Garten am Mittwoch lud Felix Römer als Moderator zur offiziellen Eröffnungsshow ins E-Werk ein.

„Alle drehen am Rad, als wäre es das erste Open Flair“, blickt Felix Römer auf die letzten Tage zurück. Der Berliner Poetry-Slammer gehört beim Festival in seiner Wahlheimat längst zum Inventar.

Alle drehen am Rad, als wäre es das erste Open Flair!

Felix Römer

Mit künstlerischen Acts und Personen, die für das Festival und die Region stehen, blickte er auf die vergangenen Jahre, die letzten Tage und die kommenden Acts. Hinter den Kulissen seien dieses Jahr viele finanzielle Rätsel aufgekommen, denn „alles ist teurer geworden“; von der Technik bis hin zu jedem Container. „Außerdem wurden die meisten Tickets zu alten Preisen in 2019 verkauft“, so Feiertag. Konzerttechniker haben ihren Beruf pandemiebedingt gewechselt und Ehrenamtliche befinden sich in neuen Lebensabschnitten, doch „alles läuft, das Camp ist voll und auf dem Werdchen kann es morgen losgehen“. Mit dem ‘innerCirclePit’ habe man einen Förderkreis geschaffen, der Spenden und Ideen beisteuere. Die Berliner Firma ‘Turbine Kreuzberg’ habe mit einer „utopischen Unterstützung“, so Römer, ein finanzielles Loch gefüllt, woraufhin die E-Werk-Bühne nach ihr benannt wurde.

Nicole Rathgeber berichtete als Landrätin über ihr stark verändertes Flair-Leben im neuen Beruf, Festivalpartys und schwärmte von ihrer Lieblingsband SDP. Das Open Flair sei prägend für die Region: „Wird man in Deutschland gefragt, woher man kommt, kennt selten jemand Eschwege, aber an das Flair erinnern sich viele!“. Mit einem kräftigen Schmunzeln resümiert Alexander Heppe sein letztes Flair: Mit T-Shirt, Lametta und allerhand Souvenirs wurde er über das Camp geschickt; sein diesjähriges Highlight ist The Gaslight Anthem. Auch kritische Fragen hat Römer nicht gescheut. Mit Blick auf die Corona-Inzidenzen nach dem Flair sind sich Rathgeber und Heppe einig: „Wir können es eh nicht ändern“.

Sebastian 23 sorgte durch mitreißende Poetry-Künste für ausgelassene Stimmung, während Leo Stern, den Römer extra angeheuert hat, die Herzen musikalisch berührte. Karl die Große gab einen Vorgeschmack auf ihr Programm, bevor Suchtpotenzial den krönenden, pikanten Abschluss lieferten. (Lorenz Schöggl)

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