Open Flair: Die Security ist Teil der Show

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Schwertkämpfer. Die Männer von der Security unterhalten das Flair-Publikum vor der Seebühne am heutigen Donnerstag mit ihrer ganz eigenen Show. Murice Dunekamp (links) und Grabenchef Olli Kleen schwingen die Schwerter. Los geht es gegen 18 Uhr.

Eschwege. Beim Open Flair sind die harten Jungs im Bühnengraben viel mehr als Security. Olli Kleen und seine Männer sind Teil der Show – mit immer neuen und stets abgefahrenen Ideen.

Braveheart, der US-amerikanische Film mit Mel Gibson, ist Vorbild für die Kostümierung: Im Schottenrock und mit Kunstschwert aus Hartschaum ziehen Olli Kleen und seine Männer am heutigen Don-nerstag gegen 19 Uhr in den Bühnengraben ein. 

Das Aufeinandertreffen mit den Mittelalter-Rockern von In Extremo am Abend dürfte spannend werden. Die Seebühne und die Pufferzone davor werden zur besonderen Partyzone. „Wir wollen uns mit jedem Tag mehr in den Zombie-Modus arbeiten“, verspricht der Chef des Bühnengrabens den Fans eine Show mit „immer mehr Blut“. Das ist natürlich nur künstlich. Ernsthafte Verletzungen zu verhindern, ist schließlich Teil des Jobs. Bei keinem anderen Festival treffen Sicherheitsleute und Besucher so völlig unverkrampft aufeinander wie beim Flair. „Mach, was du willst“, habe Festivalchef Alexander Feiertag ihm vor einigen Jahren freie Hand gelassen. Seither gehören Dusch-Orgien mit Bettfedern und Mehl und natürlich der berühmte Feuerwehrschlauch zur Show der Security – mit allen Konsequenzen für die Beteiligten. Der lockere Umgang ist die Voraussetzung für den Erfolg der Arbeit, der sich letzten Endes darin misst, dass ernsthafte Verletzungen ausbleiben. 

„Wir sind nicht die Badboys, die mit verschränkten Armen vor der Bühne stehen und böse aussehen“, sagt Olli Kleen. „Wir wollen fünf Tage mit den Besuchern feiern, dabei müssen uns die Bands unterhalten.“ Mit dem vertrauten Umgang wächst die Bereitschaft zur Kooperation. „Beim Flair haben die erkannt, dass das, was wir machen zwar völlig sinnfrei aussieht, aber nicht sinnfrei ist“, sagt Kleen. Das außergewöhnliche Auftreten und der künstlerische Wert wurden im vergangenen Jahr in Hamburg mit dem Helga-Show-Award belohnt.

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