Ornithologen besorgt um Vögel

Wird immer weniger im Kreis gesichtet: eine Goldammer.

Eschwege. Die Vögel auf offener Feldflur machen den Vogelschutzbeauftragten im Kreis die meisten Sorgen. Das sagte der Kreisbeauftragte Wolfram Brauneis während der 29. offenen Jahrestagung der Ortsbeauftragten für Vogelschutz, zu der gut 30 Mitglieder und ebenso viele Gäste gekommen waren. Auch Martin Hormann von der staatlichen Vogelschutzwarte war zu Gast.

Während die Anzahl von Kiebitzen und Rebhühnern schon länger zurückgehen würde, sei der Einbruch bei bisher zahlreich vorkommenden Arten wie Goldammer und Feldlerche äußerst dramatisch. Ein koordiniertes Vorgehen sei hier nötig, um für diese Arten Lebensraum, der Nahrung und Brutmöglichkeiten bietet, zu erhalten beziehungsweise wieder aufzuwerten. Das „Ausräumen“ der Landschaft, die Beseitigung von Rainen, das ständige Mulchen und Verkleinern der Ackerrandstreifen und der Umbruch von Grünland müssten endlich aufhören. Es konnte jedoch auch eine erfreuliche Meldung bekannt gegeben werden: vom Uhu. Es gebe gut 20 Brutstandorte im Kreis, dazu etwa sieben Standorte für Wanderfalken. Zudem gab es einen interessanten Bericht über die Einrichtung eines Schwalbenhauses im ehemaligen Schlauchturm in Wichmannshausen.

Voss wird verabschiedet

Karl-Heinz Voss beendete mit dieser Veranstaltung seine Tätigkeit als stellvertretender Kreisbeauftragter. Brauneis und Hormann dankten für die langjährige, fachlich ausgezeichnete und engagierte Ausübung der Tätigkeit. Die Nachfolge übernimmt ein Duo: Ernst-August Saame aus Niederhone und Jörg Friederich aus Hitzerode übernehmen zukünftig die Aufgaben.

Der Vogel des Jahres 2015 ist der Habicht. Wolfram Brauneis hielt einen bebilderten, detaillierten Vortrag über ihn. Sehr wichtig sind die Gespräche, der Austausch der Teilnehmer untereinander. (red/cow)

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