Wieder vollzählig

Ortsbeirat Oberhone nach Wahlpanne 2016 neu gewählt

Der Ortsbeirat Oberhone sind jetzt (von links) Walter Pröger, dahinter Ralf Müller, Lukas Nauheimer, (Mitte) Ruben Thiele, (rechts) Martin Thiele, Ortsvorsteher Ortwin Ludwig und Anja Fahrer.
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Der Ortsbeirat Oberhone sind jetzt (von links) Walter Pröger, dahinter Ralf Müller, Lukas Nauheimer, (Mitte) Ruben Thiele, (rechts) Martin Thiele, Ortsvorsteher Ortwin Ludwig und Anja Fahrer.

Ganz anders als bei der Wahlpanne im Jahr 2016 steht der Ortsbeirat seit April dieses Jahres vereint und über Parteigrenzen hinweg zusammen. „In unserer Funktion als Ortsbeirat sind wir alle parteilos“, bekräftigt Ortsvorsteher Ortwin Ludwig.

Oberhone - Dass Parteigrenzen verschwimmen, ist nicht nur ein Zeichen des Zusammenhaltes im Ort, sondern hat auch ganz praktische Gründe, denn bei der Ortsbeiratswahl vor fünf Jahren standen nur sechs der sieben benötigten Mitglieder zur Wahl. Grund war der Nachwuchsmangel bei der SPD, von dem die anderen Parteien erst erfuhren, als es schon zu spät war.

Ortbeirat wurde Stadtteilbeirat

Um dem Eschweger Stadtteil unter die Arme zu greifen, änderte die Stadt Eschwege kurzerhand die Satzung, extra für Oberhone. Der geschrumpfte Ortsbeirat wurde zum Stadtteilbeirat. „An unserer Funktion hat das nichts geändert“, sagt Ortsvorsteher Ortwin Ludwig. Trotzdem ist er froh, dass die Unstimmigkeiten nun überwunden sind und ein frisch gewählter Ortsbeirat in den Startlöchern steht. „Wir haben auch gezielt junge Leute angesprochen“, berichtet der stellvertretende Ortsvorsteher Ralf Müller.

Jetzt sind junge Leute am Start

Damit hatten sie Erfolg und holten Lukas Nauheimer (22), Ruben Thiele (25) und Martin Thiele (23) mit ins Boot. „Welche Aufgaben in dem Amt auf uns zukommen, wussten wir vorher nicht“, sagt Martin Thiele, darüber erkundigte sich der Nachwuchs bei Ortsvorsteher Ortwin Ludwig – und die drei Männer waren überzeugt. „Ich wollte schon immer im Dorf aktiv sein“, sagt Martin Thiele. Der angehende Agrarbetriebswirt und Ruben Thiele wurden bei der Wahl am 27. April in den Friedhofsausschuss gewählt. Mit Werkzeug aus der Familienlandwirtschaft wollen die beiden den Bäumen zu Leibe rücken.

Dass das Projekt, einen jungen und parteilosen Ortsbeirat zusammenzubringen, funktioniert hat, freut den Ortsvorsteher. „Das hat uns stolz gemacht, dass wir bei den jungen Leuten nicht auf Ablehnung gestoßen sind“, sagt Ludwig. Die Personalien in Oberhone sind also geklärt, jetzt geht es um Inhalte.

Nach der Personalie kommen die Inhalte

Um Ideen für ihre Heimat und deren Verbesserung in Zukunft zu sammeln, will sich der Ortsbeirat treffen und Pläne vorstellen.Bis dahin stehen aber auch schon jetzt einige Projekte auf der Oberhöner Liste. So wünschen sich die Ortsvertreter mehr Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort, die Internetseite des Stadtteils soll wieder belebt werden und die Ortsfreiwilligen wollen wilder Müllentsorgung den Kampf ansagen. Auch Raser sollen in Zukunft ausgebremst werden, Knackpunkte sind die Ortseinfahrten. (Kim Hornickel)

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