Patricia Kelly begeistert Zuschauer in vollbesetzter Eschweger Kirche

Nahm die Zuschauer in der vollbesetzten Eschweger St.-Elisabeth-Kirche mit auf eine Reise durch ihr Leben: Patricia Kelly, Mitglied der einst weltbeühmten Kelly Family, spielte Lieder und las aus ihrer Autobiografie. Foto: Deppe

Eschwege. Sie feierte Welterfolge mit der Kelly Family. In der Eschweger St.-Elisabeth-Kirche gab Patricia Kelly einen ganz persönlichen Einblick in ihr Leben.

Patricia Kelly strahlt. Und das auch in den wenigen Momenten, in denen sie nicht lächelt, lacht oder ihre Lebensfreude anders zum Ausdruck bringt. In ihrem hellen Poncho, den blonden aufwändig frisierten Haaren sieht sie bei ihrem beeindruckenden Auftritt in der voll besetzten Eschweger St.-Elisabeth-Kirche aus wie ein Engel.


Die Geschichte

Einen besseren Einblick in das Leben der einst so erfolgreichen Kelly Family kann man nicht bekommen: Patricia, sechstälteste der zwölf Geschwister las einige Kapitel aus ihrer Biographie „Der Klang meines Lebens“ vor , in der sie aus dem ungewöhnlichen Leben der Großfamilie, die „einst so bekannt wie Coca Cola und Persil“ war, berichtet, und damit das Publikum immer wieder begeistert. Ihren Bruder Joey nennt sie einen Spitzbub, weil er einst ihren Spielzeugpuppen die Köpfe entfernte und vergrub; Schwester Maite bekommt Seitenhiebe für ihre hervorragenden Kochkünste: „Ich glaube, man sieht es ihr auch an.“

Spannend auch die Erzählungen über die Zeit als Straßenmusiker in ganz Europa, in der die Familie auf Bierkisten stehend manchmal in sechs Stunden 30 000 D-Mark verdiente. Berührend hingegen der intimste Moment des Abends, als Kelly Krankheit und den frühen Tod ihrer Mutter thematisierte.

Die Lieder

Zwischen den einzelnen Kapiteln sang die 45-Jährige mit glockenklarer Stimme Lieder aus ihrer ganzen Karriere. Angefangen mit einem Stück aus ihrem Geburtsland Spanien über Traditionals wie „Michael row the boat ashore“ und „Amazing Grace“ bis hin zu den Kelly-Hits „First Time“ und „An Angel“. Letzteres gab es auf ausdrücklichen Wunsch des Wanfrieder Diakons Stefan Schäfer in der Zugabe noch einmal - mit Schäfer auf der Bühne.

Das Publikum

Stark, wie Kelly es schaffte, keinerlei Distanz zwischen Künstler und Zuschauer entstehen zu lassen. Immer wieder streut sie kurze Anekdoten ein, fragt welches Waschmittel andere benutzen oder welches Lied in der Zugabe gewünscht wird. Zwischendurch stöpselt sie die Gitarre aus und läuft spielend und singend durch den Mittelgang und damit quer durch den großen Chor, den das Publikum bildet. Denn textsicher sind - vor allem bei den Kelly-Liedern - hier fast alle.

Patricia Kelly in der St. Elisabeth-Kirche in Eschwege

Am Ende gibt es stehenden Applaus und Blumen für die Künstlerin. Die verspricht wiederzukommen. Auch, um weitere Liedwünsche doch noch zu erfüllen.

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