Eschweger Pflegekräfte bilden sich fort - Besucher zur hygienischen Mitarbeit aufgefordert

Keine Chance für Keime

Hygiene in der Pflege: Für Mitarbeiter in Krankenhäusern, Seniorenheimen und ambulanten Diensten ist Desinfektion selbstverständlich. Auch Besucher sollen sich die Hände desinfizieren. Foto: Hans Wiedl

Eschwege. Keime entwickeln sich ständig weiter. Sie mutieren, sie verändern sich und sind damit für all die ein Problem, bei denen Hygiene überlebenswichtig ist. Die Mitarbeiter in Pflegeberufen sind dabei besonders angesprochen. Deshalb legt der Eschweger Fachpflegeverbund besonderen Wert darauf, dassseine Mitglieder immer auf dem neuesten Stand sind. „Auch um zu erkennen, dass man bereits vieles richtig macht“, sagt Heike Lenz von den Seniorenheimen Eschwege.

Dem Verbund haben sich Vertreter von ambulanten und stationären Einrichtungen, das Klinikum Werra-Meißner und der Pflegestützpunkt Werra-Meißner angeschlossen. Höchste Priorität hat die Handhygiene in den Pflegeberufen. „Über die Hände, mit denen wir fast alles im Laufe eines Tages berühren, werden die meisten Keime übertragen“, sagt Heike Lenz. Deswegen ist für die Pflegekräfte eine ausreichende Desinfektion der Hände selbstverständlich. Doch auch die Besucher sollten nicht zu sorglos mit der Handhygiene umgehen, wenn sie Patienten besuchen. Im Eschweger Klinikum hängt deswegen am Eingang ein Desinfektionsspender. „Vor und nach dem Krankenbesuch muss man sich die Hände mit der Lotion reinigen“, sagt Lenze. Dabei soll man nicht mit dem Desinfektionsmittel sparen und die Flüssigkeit gründlich verreiben und mindestens 30 Sekunden einwirken lassen.

Rund 300 Männer und Frauen aus den Pflegeberufen, aber auch Hauswirtschaftskräfte haben im April an einem Hygienetag im Eschweger E-Werk teilgenommen, um sich über den aktuellen Stand der Hygienevorschriften zu informieren. Neben Informationen zu multiresistenten Keimen wurden rechtliche Aspekte geklärt. Desinfektor Ralf Klöber informierte zur Hygiene in der Hauswirtschaft.

„Der Aufklärungsbedarf war vorhanden“, sagt Heike Lenze, die dafür plädiert, diese Veranstaltung regelmäßig anzubieten. „Denn nicht nur die Patienten müssen geschützt werden.“ Auch die Mitarbeiter, die täglich den Keimen ausgesetzt sind, sollten wissen, wie sie Erkrankungen sinnvoll vorbeugen können.

Von Tobias Stück

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