Sparkasse warnt: Betrüger räumen übers Internet Konten leer

Werra-Meißner. Die Sparkasse Werra-Meißner schlägt Alarm: Dort hat es jetzt mehrere Fälle von Phishing gegeben. Das heißt: Unbekannte haben über das Internet Geld von fremden Konten abgehoben. Sie verschafften sich den Zugang über E-Mails mit versteckten Ausspähprogrammen (Trojanern) und transferierten das Geld meist ins Ausland.

Solche Auslandsüberweisungen sind dank der Erleichterungen im Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) seit Anfang des Jahres nun relativ einfach.

„Wir hatten teilweise vier bis fünf Fälle von Phishing pro Woche. Soviele Fälle gab es sonst im ganzen Jahr“, sagt Sparkassen-Sprecher Ulrich Siebald. Auch die VR-Bank Werra-Meißner beobachtet, dass die Zahl der Trojaner zunimmt. 2014 hätte es jedoch nur einen erfolgreichen Phishing-Fall gegeben.

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Pishing-Schutz

Die aktuelle Betrugsmasche ist perfide: Die Schadsoftware, die sich über infizierte E-Mails auf dem Computer installiert, gaukelt dem Opfer vor, dass es das Online-Banking-Portal der Sparkasse öffnet. Dabei ist die Seite manipuliert. „Das sieht täuschend echt aus“, so Siebald. „Die Art des Betrugs und der Handlungsaufforderung wird zunehmend professioneller.“ Die Opfer hätten eine E-Mail erhalten, angeblich von der Sparkasse. Die E-Mail würde dem Opfer mitteilen, dass durch einen Fehler eine größere Summe auf dem Konto gelandet sei und dass man diese zurücküberweisen solle.

„Doch das würden wir nie tun!“, betont Siebald eindringlich. Keine seriöse Bank würde ihre Kunden auffordern, Geld zurückzuüberweisen - weder per E-Mail noch per Telefon. Erstens seien solche Überweisungsfehler sehr selten und zweitens würde die Bank die Rücküberweisung selbst durchführen, ohne, dass der Kunde tätig werden müsste.

Auch würden Banken nie Nutzernamen, Passwörter und TANs abfragen, die ja als elektronische Unterschrift dienen, so Siebald. Auch Andrea Müller, Leiterin der Vertriebswegeentwicklung der VR-Bank mahnt zur Vorsicht beim Onlinebanking: „Es ist wie eine Geldbörse: Auf die muss man auch aufpassen.“ (fst)

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