Neues Schwimmbad Eschwege: Naturfreibad mit Lagune und Sandstrand

+

Die Eschweger Stadtwerke haben jetzt konkrete Pläne für das geplante Freibad in Eschwege vorgestellt. Das 1000 Quadratmeter große Becken soll mehrere Bahnen und einen Lagunenstrand haben. 

Eschwege. Etwa 2,7 Millionen Euro wird die favorisierte Freibad-Variante kosten. Ralf Herrmann, Technischer Leiter der Stadtwerke, stellte das Vorhaben am Dienstagabend während einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses in Eschwege vor. Der Freibad-Neubau ist auf dem Gelände des Espada vorgesehen. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat den Bau des Naturfreibades mit biologischer Wasseraufbereitung bereits beschlossen. Das Energieversorgungsunternehmen ist im Eigentum der Kreisstadt und wird das Freibad bauen sowie betreiben.

Naturfreibad am See und konventionelles Bad verworfen

Die beiden anderen Varianten – ein Naturfreibad am Ufer des Werratalsees und ein konventionelles Bad auf dem Espada-Areal – wurden schon aus Kostengründen verworfen. Beide Modelle würden jeweils rund 4,6 Millionen Euro kosten. Herrmann berichtete von einer möglichen Bezuschussung des Landes in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten. Ein entsprechender Antrag sei gestellt. Herrmann berichtete allerdings auch, dass um das bereitgestellte Geld zahlreiche Antragsteller konkurrieren.

Kein Sprungturm wegen zu hoher Folgekosten 

Das Becken soll eine Fläche von etwa 1000 Quadratmetzen haben, über mehrere Bahnen verfügen. Ein Sandstrand mit Lagune wird angelegt, ebenso eine Breitwellenrutsche. Einen Sprungturm – wie von Bernhard Gassmann (Die Linke) angeregt – wird es nicht geben. „Das ist eine Kostenfrage“, sagte Herrmann. Ein separates Becken müsste gebaut werden. Bei einer notwendigen Wassertiefe von viereinhalb Metern müsste die doppelte Wassermenge gereinigt werden. Außerdem, so Herrmann, gebe es in der benachbarten Schwimmhalle ein solches Angebot. Die Halle soll auch während der Öffnungszeiten des geplanten Freibades zur Verfügung stehen.

Wasser soll nach Bedarf beheizt werden 

Das Badewasser wollen die Betreiber bei Bedarf beheizen. Die Energie wird nach Angaben Herrmanns aus dem Blockheizkraftwerk des Espada bezogen. Die Folie in dem Naturbad habe im Vergleich zu einem Edelstahlbecken eine deutlich geringere Lebensdauer und müsse nach etwa dreißig Jahren ausgetauscht werden.

Schwimmbad ist Daseinsvorsorge für die Kreisstadt

„Endlich wurden jetzt Varianten und planerische Überlegungen zum Thema Freibad in Eschwege vorgestellt“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag gestern in einer Stellungnahme. Der erste Antrag der SPD zu diesem Thema sei schon im September 2017 gestellt worden, ein weiterer im September 2018. „Wir sind froh, dass CDU, FDP und FWG nun auf unseren Kurs einschwenken und die Notwendigkeit eines Freibades im Sinne einer Daseinsvorsorge für die Kreisstadt anerkennen“, so Feiertag. Vor zwei Jahren habe es noch Pläne gegeben, das Freibadgrundstück am Schwalbenpfad zu verkaufen beziehungsweise als Baugebiet auszuweisen. Feiertag vermutet, dass „die Einsicht von CDU, FDP und FWG nur mit Blick auf die 2021 bevorstehende Kommunal- und Bürgermeisterwahl erfolgte“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare