Hochwasserschutz: Studie nennt Vorhaben zwischen Wanfried und Witzenhausen

Werra Hochwasser. Das Foto zeigt: Kleinvach: Ein Trecker fährt durch die vom Hochwasser überflutete einzige Zufahrtsstraße des Ortes

Werra-Meißner. Alle betroffenen Werra-Anrainer sollen darüber informiert werden, wie ein besserer Hochwasserschutz umgesetzt werden kann. Das ist das Ergebnis des jüngsten Zusammentreffens der Hochwasserschutzstudie.

Stefan Wehe vom Ingenieurbüro Sönnichsen&Partner aus Minden stellte detailliert die zehn Handlungsempfehlungen für die Interkommunale Zusammenarbeit „Untere Werra“ (IKZ) vor.

Die Brennpunkte

Demnach gibt es für Witzenhausen vier, Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Wanfried je zwei Maßnahmen, die den Hochwasserschutz deutlich erhöhen würden. Einzig Meinhard wird mit einem geringen Hochwasserrisiko bewertet, hier müssten Schutzmaßnahmen lediglich an Einzelobjekten vorgenommen werden.

Die Vorgehensweise

Um die Maßnahmen benennen zu können, wurden nach einer genauen Analyse der 65 Flusskilometer entlang der Unteren Werra von Witzenhausen-Blickershausen bis Wanfried-Heldra 17 Hochwasserbrennpunkte ausgemacht und genauer untersucht. Anhand eines 2D-Hydraulikmodells konnten die Überschwemmungsflächen für unterschiedliche Hochwasserstände auf Grundlage des Hochwassers aus 2011 ermittelt werden. Daraus wurden die Maßnahmen erarbeitet, die aus Flutmulden, Deichen, mobilen Schutzelementen oder Mauern bestehen. „Umweltschutz und Naturschutz wurden berücksichtigt, die hydraulische Wirkung und die Schutzwirkung im Modell simuliert und daraus die Handlungsempfehlungen entwickelt“, so Stefan Wehe. Die Kosten für die Maßnahmen wurden grob geschätzt und liegen zwischen 100 000 und sieben Millionen Euro, die vom Land Hessen in unterschiedlicher Höhe gefördert werden und den Hochwasserrisiko-Managementplan (HWRMP) des Landes ergänzen.

Die Öffentlichkeitsarbeit

Mit dem Freischalten der Internetseite „ikz-unterewerra.de“ am Mittwochmittag kommt Projektleiter Klaus Kurz, der neue Fachbereichsleiter Planen und Bauen in Eschwege, der vom Land Hessen geforderte Öffentlichkeitsarbeit zur Verbesserung des Hochwasserbewusstseins durch Information bereits nach. Auf der Seite stehen die zehn Maßnahmensteckbriefe, zudem bekommen die Leser alle Informationen über den bisherigen Projektverlauf, die Beteiligten, aktuelle Pegelstände und die HWRMP des Landes Hessen. Über das weitere Vorgehen wird ebenfalls dort aktuell informiert, die Ansprechpartner der Kommunen sind benannt.

Mehr zu den einzelnen Vorhaben lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe.

Von Diana Wetzestein

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