Algenpest im Werratalsee gefährdet Schwimmwettkampf - Werra als Alternative

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Ein Bild aus besseren Tagen: In den Vorjahren kommten die Werraman-Schwimmer noch unbedenklich ins Wasser gehen. Ob das in diesem Jahr auch möglich sein wird, muss sich erst noch zeigen.

Eschwege. Die Blaualgenblüte im Werratalsee gefährdet den Start der Schwimmer beim Eschweger Volkstriathlon Werraman am 25. August.

„Wir arbeiten an einem Plan B, für denn Fall, dass es im Werratalsee nicht geht“, sagte Cheforganisatorin Martina Horchelhahn.

Eine Möglichkeit sei, aus dem Triathlon einen Duathlon zu machen - das hieße auf den Schwimmwettkampf vollständig zu verzichten. Die zweite Möglichkeit bestehe darin, sich einen anderen Austragungsort zu suchen. Ausdrücklich nicht dementieren, aber auch nicht bestätigen wollte Frau Horchelhahn, dass die Disziplin in der Werra ausgetragen wird. Sie verwies darauf, dass in der Umgebung von Eschwege auch eine Reihe von Schwimmteichen lägen, die für die Austragung des Wettkampfs geeignet seien.

„Wir wollen noch im Laufe der Woche klären, was möglich ist“, sagte sie. Völlig auszuschließen sei auch ein Start im See nicht, da sich die Situation jederzeit ändern könne - zum Besseren, aber auch zum Schlechteren. „Wir müssen kurzfristig entscheiden, und dafür brauchen wir einen Alternativplan“, sagte Horchelhahn. Für den diesjährigen Werraman haben sich bisher 1137 Athleten angemeldet. Davon müssen 687 schwimmen

Christian Schuller vom Gutachterbüro Clearwaters, das im Auftrag der Stadt Eschwege den Werratalsee untersucht hat, sprach von einer „einzigartigen Situation“, dass eine Blaualgenpest einen sportlichen Wettkampf auf diese Weise gefährde. Er wies jedoch darauf hin, dass die Richtwerte, nach denen ein Badeverbot ausgesprochen werde, sich auf Freizeit- und Erholungsaktivitäten beziehe und nicht ausdrücklich auf Sportwettkämpfe. „Die könnten streng genommen auch bei einem Badeverbot ausgetragen werden“, so Gutachter Schuller.

Für den Werratalsee gibt es im Moment lediglich die Empfehlung, nicht darin zu baden. Dennoch hatte Schuller bei seinen Messungen in der vergangenen Woche eine deutliche Vermehrung der Blaualgen festgestellt. Er geht davon aus, dass die Wachstumsphase noch nicht beendet ist. Der Meinhardsee bleibt weiterhin gesperrt.

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