Wegen Platzmangel

Kinder vorübergehend im DGH: Eschwege richtet Krippengruppe in Niederhone ein

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Eine Kinder-Krippe will die Stadt Eschwege übergangsweise im Dorfgemeinschaftshaus in Niederhone einrichten. In unmittelbarer Nachbarschaft (Hintergrund) ist die Tagesstätte.

In Eschwege wird der Bedarf an Krippenplätzen akut: Die Stadt richtet derzeit eine Übergangsgruppe im Dorfgemeinschaftshaus Niederhone ein.

Akuter Bedarf an Krippenplätzen und eine Fertigstellung der geplanten Kindertagesstätte in Eschwege nicht vor Beginn des übernächsten Kindergartenjahres im Sommer 2020: Die Stadt Eschwege richtet eine Übergangsgruppe im Dorfgemeinschaftshaus im Stadtteil Niederhone ein, die im August zur Verfügung stehen soll.

Bis zu zwölf Kinder im Alter unter drei Jahre sollen nach Angaben Jörn Englers in der Einrichtung betreut werden. Der Leiter des Fachbereichs Familie und Soziales bei der Kreisstadt berichtet, dass die evangelische Kirchengemeinde Niederhone die Trägerschaft übernimmt – wie auch schon für die benachbarte Kindertagesstätte.

Lösung um Zeit bis Kita-Fertigstellung zu überbrücken

„Ich finde es gut, dass die Kirche Niederhone uns unterstützt und wir ein ergänzendes Angebot im Krippenbereich schaffen können“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe, „damit überbrücken wir die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Kindertagesstätte.“ Am kommenden Donnerstag muss die Stadtverordnetenversammlung während ihrer Sitzung in Eschwege (19 Uhr, Stadthalle) über die Bewilligung der erforderlichen Mittel entscheiden.

Engler rechnet mit einer Größenordnung um 130.000 Euro. Genau beziffern kann er die Summe nicht, „weil der Umfang der Landesförderung zu den Betriebskosten noch nicht bekannt ist“. Mit größeren Investitionen in die Räumlichkeiten rechnet die Stadt nicht. 34.000 Euro, so Engler, seien dafür angesetzt.

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Dorfgemeinschaftshaus bereits im Vorjahr eine Option

Die Verwendung des Gemeinschaftshauses zur Unterbringung der Übergangsgruppe war schon im Vorjahr eine Option. Die sei seinerzeit aber nicht gezogen worden, weil die Eltern mit unbefriedigtem Betreuungsbedarf ihre Kinder nicht nach Niederhone hätten schicken wollen und andere Lösungen fanden. Das ist jetzt anders. „Die Nachfrage ist da“, sagt Engler.

Die geplante neue Tagesstätte entsteht mit einem Budget von 3,4 Millionen Euro westlich des Stadtbahnhofes in Eschwege. Bis zu sechs Gruppen sollen darin Platz finden. Ob der angestrebte Fertigstellungstermin Mitte kommenden Jahres eingehalten werden kann, war zuletzt fraglich, aber noch möglich. 

Die Konzeption sieht vor, dass den Kindern innerhalb der Einrichtung viel Entscheidungsfreiheit bei der Gestaltung ihres Tages gelassen wird. Die Räume werden hell, mit viel Glas und Blickfreiheit nach draußen gestaltet, auf dem Freigelände gibt es eine große Spielwiese und Hügel, die zu Bewegung anregen.

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