Pornos und Mobbing übers Handy: Gefahren der Digitalisierung für Kinder

Kinderpornos oder verfassungsfeindliche Fotos sind ebenso ein Thema wie Mobbing in Whatsapp-Gruppen. Die Polizei hat verstärkt mit den Gefahren der Digitalisierung für Kinder zu tun.

Die Polizei leistet zum Thema Gefahren der Digitalisierung vermehrt Präventions- und Ermittlungsarbeit an Schulen. Das berichtet Jugendkoordinator Alexander Först.

„Das ist mittlerweile leider schon an der Tagesordnung“, sagt Först. Teilweise seien sogar Strafanzeigen eingegangen, wenn es etwa um die Verbreitung kinderpornografischer Darstellungen ging. „Wenn die Täter erst zwölf oder 13 Jahre alt sind, kann man sie zwar nicht strafrechtlich verfolgen. Aber ihre Handys werden trotzdem einkassiert, um die Daten auszuwerten. Außerdem führen die Gespräche zu dem Thema hoffentlich dazu, dass die betroffenen Schüler dann nicht noch mal solche Taten aus Neugier oder anderen Beweggründen begehen“, so Först.

Zuletzt ging auch eine Anzeige wegen des Rumschickens eines verfassungsfeindlichen Symbols ein. „Das ist ebenfalls strafrechtlich relevant.“ Was aber viel häufiger vorkommt, ist Mobbing. „In Whatsapp-Gruppen wird auf einzelnen Schülern oder Lehrern rumgehackt. Das ist natürlich wesentlich einfacher, als es persönlich von Angesicht zu Angesicht zu tun“, erklärt Först. Auch hier greift die Polizei ein, weil mitunter Beleidigungen oder Bedrohungen inbegriffen sind. Alexander Först als Jugendkoordinator der hiesigen Polizei ist deshalb regelmäßig bei Schulveranstaltungen, Elternabenden etc. zugegen, um Aufklärungsarbeit zu leisten. „Da sind dann noch Vertreter anderer Institutionen wie der Fachstelle für Suchtprävention dabei, die ihre Themen abarbeiten. Wir als Polizei beschränken uns ja auf die Informationen zur strafrechtlichen Relevanz.“

Letztendlich aber sei dieses gesamtgesellschaftliche Problem nicht durch den Eingriff der Polizei bei Einzelfällen und auch nicht mit Präventionsarbeit zu lösen. „In erster Linie sind hier die Eltern und Verwandten gefordert, ihren Kindern den richtigen und sinnvollen Umgang mit Smartphones, Facebook und Co. zu erklären und das auch zu kontrollieren“, erklärt Alexander Först.

Nichtsdestotrotz unterstützt der Jugendkoordinator Schulen oder Eltern gerne, wenn Bedarf besteht. So war er auch schon bei Schlichtungsgesprächen wegen Mobbing übers Handy schon dabei. „Man kann sich immer an mich wenden.“

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