Turmblasen in Eschwege

Posaunenchor stimmt auf dem Nikolaiturm musikalisch auf die Adventszeit ein

 Turmblasen des Posaunenchors Eschwege Mit dabei waren sechs Bläser aus zwei Familien: Juliane, Frederik, Paula und Andreas Batram sowie David und Götz Bücker.
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Mit dabei waren sechs Bläser aus zwei Familien: Juliane, Frederik, Paula und Andreas Batram sowie David und Götz Bücker.

In diesem Jahr fand das traditionelle Turmblasen des Posaunenchors Eschwege am ersten Adventssonntag zwar in einer kleinen Besetzung statt, trotzdem mit vollem Klang und weihnachtlichen Stücken.

Mit dabei waren sechs Bläser aus zwei Familien: Juliane, Frederik, Paula und Andreas Batram sowie David und Götz Bücker. Weihnachtsmusik mit Block über Eschwege Gebannt hören die Menschen, die auf dem großen Platz unterhalb des Nikolaiturms verteilt stehen, den Bläsern zu, als diese mit Liedern wie „Tochter Zion“ auf die Adventszeit einstimmen.

In diesem Jahr aufgrund der Pandemie zwar nur mit sechs Bläsern aus zwei Familien, aber dafür mit vollem Klang und weihnachtlichen Stücken fand das traditionelle Turmblasen des Eschweger Posaunenchores am ersten Adventssonntag statt. In den vergangenen Monaten hatten Mitglieder des Posaunenchores in kleinen Gruppen unter anderem vor Seniorenheimen gespielt, was im Advent fortgeführt werden soll, sofern es möglich ist.

Begründet wurde die Tradition des adventlichen Turmblasens 1935 und wurde bis heute fortgesetzt. Während der Kriegsjahre 1939 bis 1945 gab es dann eine Unterbrechung, anschließend wurde der Eschweger Posaunenchor sofort wieder zusammengerufen, beschreibt der Pfarrer Heinrich Mihr die Erinnerungen des ehemaligen MItglieds de Posaunenchores Horst Zeuch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde wohl aber erst noch vom Neustädter Turm geblasen. Ab 1977 musizierten die Bläser dann aber nur noch vom Nikolaiturm.

Das ist der Nikolaiturm

Der Nikolaitum ist eines der historischen Wahrzeichen der Kreisstadt Eschwege. Er ragt als höchster Turm mit seinen 47,62 Metern über die Dächer der Stadt hinaus. Von seinem Altan aus hat man einen ausgezeichneten Blick über die Stadt, hin zu den Leuchtbergen und zur Blauen Kuppe. Der Nikolaiturm, auch Klausturm genannt, wurde 1455 an der Westseite der bereits vorhandenen ehemaligen Kirche St. Godehard erbaut. Die Kirche war ein Nebenpatronat des heiligen St. Nikolaus, was den Namen „Nikolai“ erklären lässt. 1637 fiel der Turm samt Kirchenschiff in Schutt und Asche, er stand 96 Jahre lang als Ruine, bis er als städtische Feuerwache in den Jahren 1733-1736 wieder aufgebaut und mit einer barocken Haube, einem Laubengang, versehen wurde. Bis 1931 wohnte hier ein Turmwächter, der bei Brand die Glocken schlagen musste. Heute befindet sich noch eine der Glocken im Erdgeschoss. Als Entstehungsjahr ist 1736 zu erkennen und in der Bronzewand ein ca. 11 cm großes achteckiges Medaillon. Es zeigt im breiten Lorbeerkranz das damalige Eschweger Stadtwappen. Weiter sieht man hier Grabsteine vom alten städtischen Friedhof, der sich auf dem gegenüberliegenden Gelände „An den Anlagen“ erstreckte.

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