Bis zu 14 Tage ohne Briefzustellung

Poststreik sorgt für massive Probleme im Werra-Meißner-Kreis

Werra-Meißner. Der Generalstreik bei der Deutschen Post sorgt im Werra-Meißner-Kreis für massive Probleme bei der Brief- und Paketzustellung. In manchen Postbezirken geben Einwohner an, seit knapp zwei Wochen keine Sendungen mehr erhalten zu haben.

 „Dass das passiert, können wir nicht ausschließen“, sagt Post-Pressesprecher Thomas Kutsch, der angibt, dass derzeit 20 Prozent der Briefe und zwischen 30 und 40 Prozent aller Päckchen nicht pünktlich bei den Kunden ankommen. Im Postverteilzentrum in Eschwege würden demnach täglich etwa 7000 Briefe und mehr als 600 Päckchen liegenbleiben. „Soweit wie möglich, übernehmen andere Kollegen die Arbeit der Streikenden. Weil die Post sich aber an alle arbeitsrechtlichen Bestimmungen hält, ist der Ausstand eben an vielen Stellen spürbar“, sagt er. Im Paketbereich – wo dies zulässig sei – werde aber auf freiwilliger Basis auch am Sonntag gearbeitet.

Betroffen von der Protestwelle, an der sich laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Joachim Schwiderke im Kreis 32 nicht-verbeamtete Angestellte der Zustellfilialen in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau und Witzenhausen beteiligen, sind auch Stadtverwaltungen: Nach Sontra und Meinhard musste jetzt Bad Sooden-Allendorf seine Stadtverordnetensitzung absagen, weil die Einladungen nicht fristgerecht zugestellt wurden. Dass nicht alle Briefkästen im Kreis leerbleiben und manch einer länger warten muss als andere, liegt unter anderem daran, dass die verbeamteten Zusteller nicht streiken dürfen.

Dass, wie in einigen Straßenzügen Waldkappels, seit knapp zwei Wochen nicht zugestellt wird, ist laut Postsprecher Kutsch absolute Ausnahme. „Dafür entschuldigen wir uns“, sagt er. Die Zahl der Streikenden will Kutsch nicht bestätigen: „Wir beteiligen uns nicht an solchen Zahlenspielereien.“

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