Zu Schulanfang und -ende

Problem "Elterntaxi": Autos von Eltern verstopfen die Straßen und sorgen für Verkehrschaos

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Werra-Meißner – Zu Schulanfang und -ende verstopfen die Autos von Eltern die Straßen und sorgen für Verkehrschaos.

Auch im Werra-Meißner-Kreis gibt es dieses „Elterntaxi“ genannte Phänomen, wie eine stichpunktartige Umfrage unserer Zeitung ergab.

Elterntaxis sind an der Adam-von-Trott-Schule in Sontra ein „Dauerbrenner“, berichtet Leiterin Susanne Hermann-Borchert. Seit rund eineinhalb Jahren lasse die Stadt Sontra mittags häufig durch das Ordnungsamt das absolute Halteverbot gegenüber der Schule kontrollieren. Dadurch habe sich der „Taxibetrieb“ aus der Gefahrenzone auf einen großen Parkplatz verlagert. Auch Christoph Matt, Leiter der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode berichtet von Problemen mit Elterntaxis. Es scheint sich dahin zu entwickeln, dass weniger Kinder durch Eltern gefahren oder geholt werden, so seine subjektive Einschätzung. Allerdings kommt es durch die Eltern zu Behinderungen auf der Baumhof- und angrenzenden Straßen, „die sich gerade bei winterlichen Bedingungen negativ auswirken“. Die Schule setzt laut Matt auf gezielte Aufklärung und Informationen.

Auf die setzt man auch in der Meinhardschule Grebendorf. Hier gibt es keine Probleme mit Elterntaxis, so Leiterin Ulrike Kraiger. Das liege zum einen an der gesunkenen Schülerzahl, aber auch daran, dass die Eltern darüber informiert werden, dass sie den Kindern einen Gefallen tun, wenn sie diese zu Fuß gehen lassen. Auch an der Struthschule Eschwege gibt es laut Rektor Rolf Tinneberg keine Probleme. Gleiches berichtet Leiter Waldemar Rescher von der Gelstertalschule Hundelshausen. „Die Großzahl der Kinder fährt Bus, die Stadtteilkinder gehen zu Fuß“, sagt der Schulleiter. Zur Ernst-Reuter-Schule Neu-Eichenberg kommen sie zu Fuß mit dem Rad und per Bus. „Die Kinder treffen sich im Dorf oder holen sich gegenseitig ab“, sagt Schulleiterin Michaela Rabe. In der Schule werde Werbung dafür gemacht, die Kinder entweder zu Fuß gehen oder radeln zu lassen.

Sontraer Schule bekommt Mobilitätsplan

An der Adam-von-Trott-Schule in Sontra soll ein Mobilitätsplan entstehen, so Leiterin Susanne Hermann-Borchert. In ein paar Monaten zieht die Grundschule auf das Gelände, dann werde sich der Verkehr extrem vermehren. Die Schulen nehmen demnächst als erste im Kreis das „Beratungs- und Qualifizierungsprogramm Besser zur Schule“ in Anspruch. Ungefähr in einem dreiviertel Jahr soll eine veränderte Verkehrsführung für einen sicheren Schulweg vorliegen.

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