Probleme bei Entsorgung: Erde liegt seit Monaten auf Baustelle für Stadtvillen in Eschwege

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Eschwege. Tonnen von Bauschutt türmen sich seit Monaten am Werraufer-Park in Eschwege - darum ranken sich zahlreiche Gerüchte.

Um die riesigen Erdhaufen auf der Baustelle für den Werraufer-Park mit seinen Stadtvillen an der Niederhoner Straße in Eschwege ranken sich Gerüchte: Schadstoffe seien darin, deswegen würden die Tonnen von Aushub seit Monaten dort liegen und nicht abtransportiert.

Ganz so ist es nicht, wie Ingo Sauer, Geschäftsführer der Bau- und Projektgesellschaft ISB, die die Stadtvillen dort für 20 Millionen Euro bauen lässt, mitteilt. Das Problem ist demnach ein zu hoher Kiesanteil. Tatsächlich war aber nicht geplant, dass die Erde so lange auf der Baustelle zwischengelagert wird.

Ingo Sauer, Geschäftsführerder Baugesellschaft.

„Bei den Erdhaufen handelt es sich um Erdaushub aus der Baugrube, der von unserem Erdbauunternehmen zwischengelagert wurde, da die vorgesehene Einbaustelle im Herbst 2018 den Erdaushub nicht mehr aufnehmen konnte“, sagt Sauer. Genau kenne er den Grund dafür nicht. „Da wir in dem Vertrag mit unserem Erdbauunternehmen einen Preis für das Ausheben und Entsorgen der Bodenmassen aus der Baugrube vereinbart haben. Es liegt somit in der Verantwortung des Erdbauunternehmens, eine Endlagerstelle für den Aushub zu finden“, ergänzt Ingo Sauer.

Nach seinem Kenntnisstand sollte der Boden zum Abdecken einer Deponie verwendet werden, war dafür aber zu kiesig und somit nicht geeignet. Die sogenannte „Sieblinie“ habe laut Sauer nicht gepasst. „Vertragsgemäß hätte der Boden nicht zwischengelagert werden sollen. Hier sind wir der Erdbaufirma entgegengekommen, den Boden zwischenzulagern“, erklärt er.

Ab nächster Woche, der dritten im Jahr 2019, soll nach Sauers Angaben der Abtransport des Bodens beginnen. „Da wir für die Niederhoner Straße 4 einen Neubau geplant haben, für den wir auch schon einen Bauantrag eingereicht haben. Wir rechnen mit dem Baubeginn im Februar dieses Jahres.“ 

Alleine deswegen müsse der Boden jetzt auf andere Einbaustellen abgefahren werden. „Der restliche Boden und der gebrochene Beton (Recyclingmaterial) wird für den Straßenbau und die Verfüllung der Baugrube verwendet“, so ISB-Geschäftsführer Sauer.

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