21 Menschen, auch Kinder, waren im Gebäude

Prozess eröffnet: 60-Jähriger soll Haus angezündet haben

Eschwege. Ein 60-Jähriger aus dem Kreis soll im August 2016 in Witzenhausen im Keller eines vorwiegend von Flüchtlingen und Obdachlosen bewohnten Mehrfamilienhauses mehrere Möbelstücke zusammengerückt und anschließend mittels einer Zeitung und eines Feuerzeugs angezündet haben.

Deswegen hat die Staatsanwaltschaft Kassel gestern vor dem Eschweger Amtsgericht Anklage wegen besonders schwerer Brandstiftung erhoben. In dem Haus haben sich zur Tatzeit 21 Menschen aufgehalten. Auch Kinder waren darunter. Der Angeklagte sei als Obdachloser zum Tatzeitpunkt Hausbewohner gewesen, so die Anklageschrift. „Es ist zu einer Ausdehnung auf den Kellerraum gekommen, bevor der Brand gelöscht war. Die Bewohner konnten sich teils selbst retten, den anderen half die Feuerwehr“, erklärte der Staatsanwalt. Wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung seien alle in Kliniken ärztlich behandelt und in andere Flüchtlingsunterkunften verteilt worden. 

Die Hauptverhandlung wird am Montag um 9 Uhr fortgesetzt. Fünf Zeugen sind geladen. 

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