Eschwege

Puppenfest in Eschwege lockt sonst Besucher - dieses Jahr fällt es aus

Ziehen jedes Jahr viele Besucher an: Wegen Puppen und Teddys kommen Besucher und Aussteller aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland nach Eschwege.
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Ziehen jedes Jahr viele Besucher an: Wegen Puppen und Teddys kommen Besucher und Aussteller aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland nach Eschwege.

Das Puppenfest in Eschwege findet in diesem Jahr nicht statt.

Eschwege – Der Absage von Puppenfesttagen und dem verkaufsoffenen Sonntag vorausgegangen war ein eindringlicher Appell des Gesundheitsamtes Werra-Meißner an die Veranstalterin. In dem Brief, der der Werra-Rundschau vorliegt, bittet die Amtsärztin die Veranstalter, die 26. Puppenfesttage abzusagen.

„Es tut uns in der Seele weh, nicht in Eschwege zu sein“, sagt Veranstalterin Leokadia Wolfers, die sich aber der Bitte des Gesundheitsamtes fügte und die Absage am Montag verkündete.

Die Puppenfesttage in der Stadthalle, in der Jahn-Turnhalle und in der Turnhalle am Dünzebacher Torturm waren ohnehin nur mit strengen Auflagen genehmigt worden. 250 Teilnehmer hatte die Stadt Eschwege für den „Spezialmarkt“ zugelassen.

Die Verfügung des Werra-Meißner-Kreises erlaubte seit Sonntag nur noch 150 Teilnehmer. Die Veranstalter hatten Besucher und Aussteller aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland erwartet.

Das Gesundheitsamt führt den Inzidenzwert von über 35 und die damit verbundenen Beschränkungen im Werra-Meißner-Kreis für die Empfehlung der Absage an. Aktuell liegt die Inzidenz bei 46. Die nächste Eskalationsstufe wäre bei 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen erreicht.

„Eine Entspannung der Lage ist in den nächsten Wochen und Monaten nicht zu erwarten“, heißt es in dem Brief weiter. Gleichzeitig wird angedeutet, dass die Veranstaltung aus „infektiologischen Gesichtspunkten“ auch vom Kreis abgesagt werden kann.

Was diese Empfehlung für den Eschweger Weihnachtsmarkt am dritten Advent bedeutet, kann bislang nur spekuliert werden. „Ich sehe keine große Chancen, warte aber die Entwicklung der nächsten Tage ab“, sagt Frank Winkler aus dem Vorstand der Initiative Stadtmarketing, die den Weihnachtsmarkt zusammen mit dem Arbeitskreis Open Flair organisiert.

Die Veranstaltung wurde bereits von der engen Innenstadt auf das weitläufige Werdchen verlegt, das Hygienekonzept angepasst. Die Entwicklung der Fallzahlen rund um den Werra-Meißner-Kreis spreche aber gegen eine Durchführung.

Mit der Absage der Puppenfesttage geht auch die Absage des verkaufsoffenen Sonntags einher, der am 8. November von der Initiative Stadtmarketing angedacht war. „Wir dürfen sonntags nur in Verbindung mit einer Traditionsveranstaltung öffnen“, erklärt Winkler das Konzept. Ohne die Puppenfesttage gebe es auch kein Einkaufen am Sonntag.

Geplant war für den Samstagabend außerdem ein Konzert mit reduzierten Besucherzahlen mit der Dirk-Lindemann- Bigband, die die größten Hits von Udo Jürgens auf einer Open-Air-Bühne in der Innenstadt spielen sollte. „Wir haben viel Zeit in die Organisation investiert, aber so ist das nun mal zu Coronazeiten“, sagt Winkler. (Von Tobias Stück)

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