Quanz wird aus Schuldienst verabschiedet

Verabschiedet: Lothar Quanz scheidet zum Jahresende aus dem Schuldienst aus. Zuletzt war er Oberstudienrat an der FWS. Foto: Stück

Eschwege. Landtagsabegeordneter Lothar Quanz wurde gestern aus dem Schuldienst verabschiedet. Bis 1995 war der Politiker Oberstudienrat an Eschweger Gymnasien.

Eschwege. Lothar Quanz war selbst überrascht, als an seinem 65. Geburtstag die Mitteilung ins Haus geflattert kam, dass er aus dem Schuldienst entlassen werden soll. Zum Jahresende greift sein Pensionsrecht, das war wenig überraschend. Verwundert war der Lehrer und Politiker, weil er seit 18 Jahren dem Schuldienst ferngeblieben war. Umso mehr freute sich Lothar Quanz, dass zu seiner Verabschiedung gestern liebe Ex-Kollegen und gute Freunde gekommen waren.

Erschienen waren auch Günther Tanneberger (Leuchtbergschule), Wilfried Rudolf und Wolf-Dieter Burghard (Oberstufengymnasium) sowie Herbert Fritsche. Sie begleiteten und prägten Quanz während seiner Zeit als Pädagoge in Eschwege, die 1976 begann. „Herbert Fritsche wurde über die kollegiale Arbeit hinaus zu einem Freund, der mich in die Eschweger Szene einführte“, richtete Quanz Dankesworte an den ehemaligen Direktor der Friedrich- Wilhelm-Schule (FWS).

Lothar Quanz wurde in Burghaun geboren, legte 1968 sein Abitur in Hünfeld ab und studierte anschließend Germanistik und Sportwissenschaft in Gießen. Sein Referendariat absolvierte er in Fulda und bekam anschließend eine Stelle als Studienrat - zunächst auf Probe - in Eschwege. In seiner Schulakte, so hat es Schulamtsleiterin Anita Hofmann herausgefunden, wurde er als „hochqualifizierter Pädagoge“ bezeichnet. 1981 wurde er Oberstudienrat, später war er kommissarisch stellvertretender Leiter der Leuchtbergschule und bis zum Ende seiner Tage als Lehrer stellvertretender Direktor der FWS.

1995 wechselte Quanz, der „Lehrerberuf und Politik immer trennte“, hauptberuflich in die Politik und wurde Landtagsabgeordneter in Wiesbaden. Seine letzte Unterrichtsstunde liege 18 Jahre zurück, bemerkte Dr. Hans-Joachim Vock, der Hausherr einer Verabschiedung eines Kollegen war, mit dem er nie zusammengearbeitet hatte.

„Mit dem Abstand von 18 Jahren verbinde ich jetzt nur positive Erinnerungen an die Schulzeit“, sagte Quanz, der seiner Frau Ingrid für die Unterstützung dankte.

Von Tobias Stück

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