Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis startet am 1. April via Internet

Erster Blick auf die Homepage: Am Mittwoch, 1. April, 10 Uhr, wird der Online-Auftritt des Projekts für jedermann freigeschaltet. Screenshot: Diana Wetzestein

Am kommenden Mittwoch startet das Modellprojekt auf ungewöhnlichem Weg. Angesichts der Coronakrise haben sich die Veranstalter entschieden, die Quartierssanierung im Kreis via Internet vorzustellen.

Es geht darum, den Klimaschutz voranzubringen. Gemeinsam soll die CO2-Bilanz verbessert werden, etwa durch das Dämmen von Gebäuden und den stärkeren Einsatz von Solarenergie und Biomasse. Das Modellprojekt „Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis“ wird die Menschen im Kreis dabei unterstützen, ihr Lebensumfeld auch unter diesen Aspekten zu verbessern. Zudem bekommen Gebäudeeigentümer Informationen über aktuelle Förderprogramme von Land und Bund und darüber, wie sie diese in Anspruch nehmen können.

Die Besonderheiten des bundesweit einzigartigen Modellprojektes sollten von Vertretern des Bundes, des Landes, des Kreises und der Stadt Eschwege in einer Auftaktveranstaltung im Rathaussaal vorgestellt werden. Aufgrund der aktuellen Situation durch das Coronavirus haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den offiziellen Start „virenfrei“ im Internet durchzuführen. Am 1. April, ab 10 Uhr, wird die Internetseite mit allen Informationen online sein.

„Wir haben nicht in jedem der sechs Quartiere einen separaten Sanierungsmanager, sondern drei für alle Quartiere. Das hat viele Vorteile für alle“, erklärt der Projektleiter, Erster Beigeordneter Dr. Rainer Wallmann. Die Beratungen können kostenlos angeboten werden, da das Modellprojekt über die KfW-Förderrichtline 432 und über das Land Hessen mit einer Förderquote von bis zu 95 Prozent zunächst drei Jahre lang gefördert wird. Zudem könnten bis zu 20 Prozent der Beratungsleistung auch außerhalb der beteiligten Quartiere erbracht werden, so Dr. Wallmann. Das Projekt sei so angelegt, dass weitere Kommunen im Kreis die Erfahrungen nutzen und mit eigenen Sanierungskonzepten einsteigen könnten.

„Das Modellprojekt gibt uns allen die Möglichkeit, modernes Wohnen und Energieeffizienz zu verbinden. Wir hoffen, dass viele Bürger unser Angebot nutzen werden“, sagt Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe. Es wird den beteiligten Kommunen Eschwege, Witzenhausen, Großalmerode, Meißner-Germerode, Ringgau-Netra und Herleshausen direkte Ansprechpartner geben, damit jeder, der eine Modernisierungsmaßnahme plant, den Weg zum Sanierungsmanagement findet. dw

Ab 1. April reinschauen: quartierssanierung-wmk.de oder qs-wmk.de

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