Stadtverordnetenversammlung ändert Bebauungsplan

Raiffeisen baut komplett neuen Baustoffmarkt an der Helgoländer Straße in Eschwege

Müssen weichen: Auch die Ausstellungsfläche und das Außenlager von Raiffeisen werden komplett neu aufgebaut. Die Raiffeisen Waren AG will die Niederlassung an der Helgoländer Straße modernisieren.
+
Müssen weichen: Auch die Ausstellungsfläche und das Außenlager von Raiffeisen werden komplett neu aufgebaut. Die Raiffeisen Waren AG will die Niederlassung an der Helgoländer Straße modernisieren.

Bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung in Eschwege wurde für den Raiffeisen-Naumarkt der B-Plan geändert. Die AG will neu bauen. Außerdem wurde über Wasserstoff-Stadtbusse gesprochen.

Eschwege – Größtenteils einstimmig haben die Eschweger Stadtverordneten am Donnerstagabend zwölf Tagesordnungspunkte in zwei Stunden besprochen. Anschließend war die vereinbarte Sitzungszeit abgelaufen. Ein Eilantrag der Grünen zum Schutz von Risikogruppen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus wurde auf die nächste Sitzung am Donnerstag vertagt.

Raiffeisen-Baumarkt reißt alte Gebäude ab und baut neu

Der Raiffeisen-Baumarkt an der Helgoländer Straße soll nach Willen des Eigentümers, der Raiffeisen Waren AG, abgerissen und neu aufgebaut werden. Aufgrund „des Alters, des baulichen Zustands und der funktionalen Abmessungen“ seien weder Umbau noch Sanierung sinnvoll, heißt es aus dem Fachbereich Stadtentwicklung. Dafür muss die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan ändern.

Erst wird ein neuer Markt errichtet, dann die alten Gebäude abgerissen. Im Westen des Grundstücks wird deshalb die Baugrenze um 17,5 Meter überschritten. Deswegen erteilte die Bauaufsicht des Kreises bislang keine Baugenehmigung.

Neben dem Markt mit der Verwaltung werden auch Lagerhallen, ein Außenlager und die Ausstellung sowie eine Tankanlage abgerissen. Die ehemalige Bahntrasse ist bereits stillgelegt und asphaltiert, muss aber noch in Industriegebietsfläche umgewandelt werden.

Neu entstehen werden der Baumarkt mit Verwaltung und einem Seminarbereich. Dazu kommen ein Außenlager, Lagerhallen, eine Außen ausstellung, Abholbereiche, Recycling-Container und eine komplett überdachte Ladezone.

Die Abrissgenehmigungen sind bereits erteilt, der Baubeginn richtet sich nach der Baugenehmigung. Der Ausschuss für Bauen und Umwelt wird auch noch gehört.

Baubetriebshof Eschwege fährt 2019 erneut Gewinn ein

Der Baubetriebshof der Stadt Eschwege hat im Wirtschaftsjahr 2019 fast 105 000 Euro Gewinn erwirtschaftet. Das geht aus der Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BRV aus Frankfurt hervor. Die Bilanzsumme beläuft sich auf rund fünf Millionen Euro und ist damit rund 800 000 Euro höher als im Vorjahr. Der Gewinn fällt aber um rund 40 000 Euro geringer aus. Von dem Überschuss 2019 fließen 25 000 Euro in den Haushalt der Stadt Eschwege, knapp 80 000 Euro werden in die Rücklagen des Eigenbetriebs zur Liquiditätssicherung eingestellt.

Stadtbusse in Eschwege mit Wasserstoffantrieb

CDU, FWG und FDP hatten vorgeschlagen, die Stadtbusse nach und nach auf Wasserstoff- oder Elektroantrieb umzustellen. Die seien umweltfreundlicher und leiser als die Dieselbusse, sagte Fraktionsvorsitzender Stefan Schneider (CDU).

Jakob Mayer (Die Grünen) plädierte dafür, vor einer teuren Antriebsumstellung zunächst den Nahverkehr attraktiver zu machen. Die Busse könnten durch ein Bürgerticket für alle Eschweger mehr gefüllt werden. Knut John (SPD) möchte am liebsten nur über Busse, die mit Wasserstoff aus regenerativen Energien fahren, nachdenken. Der Antrag wurde einstimmig in den Ausschuss für Bauen und Umwelt überwiesen. (Tobias Stück)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare