Polizei ermittelt

Randalierer verwüsten Sophiengarten

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Eschwege. Der Eschweger Sophiengarten als einer der idyllischsten Plätze der Stadt wird immer häufiger Ziel von Randalierern. Am Mittwochmorgen bot sich den vier Frauen, die den früheren Klostergarten ehrenamtlich pflegen wieder ein Bild der Verwüstung. In dem Gartenhaus am Fuß des Gartens war der Tisch angekokelt und mit Zigarettenkippen übersät.

Leere Bierflaschen lagen in dem Häuschen, einem Stuhl wurde die Lehne abgebrochen. In einer Zinkwanne, die zum Auffangen von Regenwasser dient, fanden die Frauen eine Grillschale samt Reste von gegrillten Würsten.

„In letzter Zeit wird es immer schlimmer“, sagt Maria Rosa Eimler, die den Sophiengarten seit mehr als zehn Jahren mitpflegt. „Letzte Woche waren über die Stuhllehnen im Gartenhaus Kondome gezogen, ein benutztes lag im Brunnen“, berichtet sie. Auf den Beeten werde herumgetrampelt, aus dem Insektenhotel werde alles herausgerissen. In den kleinen Brunnen kippen die Randalierer immer wieder Spülmittel, der Fischskulptur wurde die Nase abgebrochen. Der Stein der Sonnenuhr wurde zerschlagen und einer kleinen Mädchenskulptur fehlen die Arme. Obwohl der Garten von Wohnhäusern umgeben ist, habe keiner der Anwohner etwas von den Randalierern bemerkt. Seit dem Bau des Parkplatzes am unteren Ende des Gartens ist das Gelände praktisch von beiden Seiten offen zugänglich.

„Wir haben heute Morgen die Polizei informiert“, so Birgit Cammann. Die wird nun eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung aufnehmen, bestätigte der Sprecher der Polizei Jörg Künstler. Der Verein überlegt nun, den Sophiengarten künftig per Videokamera überwachen zu lassen. „Das ist nicht ganz einfach“, so der Polizeisprecher. „Der Sophiengarten ist ein öffentlicher Raum und den kann man nicht einfach überwachen lassen oder man muss es zumindest erkennbar machen.“ Die Frauen, die sich für das städtische Kleinod engagieren, räumen derweil wieder auf und arbeiten weiter.

Von Stefanie Salzmann

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