Gaststätten haben die Zigarette weitestgehend verbannt

Rauchverbot im Kreis: Wirte sind zwiegespalten

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Rauchen nun auch in vielen US-Büros untersagt

Werra-Meißner. Seit zehn Jahren besteht nun das bundesweite Rauchverbot, das die Gaststätten- und Kneipenwelt zunächst erheblich ins Wanken gebracht hat.

Die Zigarette an der Theke galt auch im Werra-Meißner-Kreis für viele Besucher als selbstverständlich. Mittlerweile haben sich zahlreiche Gaststättenwirte an die Umstellung gewöhnt und empfinden das Rauchverbot zum Teil sogar als positive Errungenschaft.

„Der Zigarettenqualm hat sowohl für Nichtraucher als auch für Raucher eine schlechte Luft im Raum erzeugt“, hebt Dieter Füllgraf, Inhaber der Gaststätte „Hemingway“ in Eschwege, hervor. Anfangs habe er zwar mit einigen Beschwerden von Stammgästen zu kämpfen gehabt, doch mittlerweile überwiege die positive Einstellung der Besucher zum Rauchverbot. Auch Davut Tatli, Betreiber des Lokals „Anstoß“ in Witzenhausen, hält das Verbot prinzipiell für sinnvoll: „Nur ab und an fragen mich Besucher, ob sie beim Fußballgucken eine rauchen dürften.“

nd Gaststättenverband in Eschwege hingegen betrachtet das Rauchverbot als eine überbürokratisierte Entscheidung: „Die Raucher tummeln sich draußen vor der Tür und die Feier drinnen zieht sich mehr und mehr auseinander.“ Obwohl sich die meisten Wirte mit dem Verbot arrangiert hätten, gehe ein Teil der Geselligkeit in den Gaststätten verloren. „In abgetrennten Raucherräumen sind sogar häufig auch Nichtraucher zu finden, weil diese die gesellige Atmosphäre genießen wollen“, betont Schwarz.

Laut Andreas Nickel, Bürgermeister von Großalmerode und Sprecher der Bürgermeister im Kreis, habe sich das Rauchverbot kreisweit unproblematisch entwickelt: „Schon seit Jahren ist keine Beschwerde mehr zu diesem Thema bei mir eingegangen.“ Die Zigarette an der Theke sei kaum noch denkbar.

Von Daria Neu 

 

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