Clubmitglieder haben in 50 Jahren rund eine Million Euro Spendengelder generiert

Rauschendes Rotary-Fest

Ehrungen: Präsident Martin Arnold (li.) ehrte mit Governor Jörg Goll (re.) die Rotary Freunde Piotr Kuczynski (2.v.r.) aus Wroclaw sowie Annie Clay und Roger Clay vom Club in Nevers. Dietrich Roeder von Diersburg (2.v.l) wurde als Gründungsmitglied ausgezeichnet.

Eschwege. Präsident Dr. Martin Arnold hatte seinen Gästen zum 50-jährigen Jubiläum des Rotary Clubs Eschwege nicht zu viel versprochen.

Es war tatsächlich ein rauschendes Fest, das sie alle gemeinsam erleben konnten. Zunächst aber sollte es am Samstagvormittag während des dreistündigen Festaktes im E-Werk noch ein wenig „kontemplativer“ zugehen, wie Redner Matthias Sadowsky es formulierte.

Mit seinem detailreichen Vortrag war es ihm gelungen, aufzuzeigen, warum gerade der Rotary Club Eschwege an der Grenze zwischen Ost und West sich dem Auftrag zur Förderung der Völkerverständigung besonders verpflichtet fühlte und diesen auch erfolgreich wahrnahm. So konnten unmittelbar nach der Gründung des Clubs Beziehungen zu den Rotariern aus dem französischen Nevers aufgenommen werden, die bis heute intakt und lebendig sind. Nach der Wende wurde die Gründung des Rotary Clubs Mühlhausen mit Unterstützung der Eschweger umgesetzt und auch die Freundschaft zum polnischen Rotary Club Wroclaw ist intensiv und rege.

Um die Dankbarkeit für diese langjährigen Verbindungen zum Ausdruck zu bringen, erhielten Annie Clay und Roger Clay vom Club in Nevers sowie Piotr Kuczynski aus Wroclaw Ehrungen als sogenannte Paul-Harris-Fellows. Die nach dem Begründer der internationalen rotarischen Bewegung benannte Auszeichnung erhielt auch Dietrich Roeder von Diersburg, der bereits seit 1963 Mitglied im Rotary Club Eschwege ist.

Ihm und den anderen Rotariern galten auch die herzliche Glückwünsche zahlreicher Grußwortredner. Kreisbeigeordnete Helga Först unterstrich etwa, dass der Rotary Club da helfe, wo Staat und Hilfsorganisationen an ihre Grenzen stießen.

Governor Jörg Goll hatte hier auch Zahlen parat: So seien in den 50 Jahren des Bestehens des Clubs rund eine Million Spendengelder generiert worden. Zahlreiche weitere soziale und kulturelle Aktionen, die in Zahlen gar nicht messbar seien, hätten auf den Weg gebracht und umgesetzt werden können. Zu den größeren Projekten des Clubs gehört etwa die Unterstützung eines Mutter-Kind-Heims im polnischen Breslau, die Joachim Kaiser bereits seit 1989 mit einem engagierten Team immer weiter voranbringt.

Nach dem Festakt ging es dann abends in der Stadthalle weiter. Bei Musik, Tanz, gutem Essen und angeregten Unterhaltungen feierten die Rotarier mit zahlreichen Gästen ihr rundum gelungenes Jubiläum. Bis in die frühen Morgenstunden dauerte das rauschende Rotary-Fest. (ms)

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