Dekan Arnold zieht vor dem Höhepunkt des Jubiläums Bilanz

Reformationsjahr gibt Ökumene tollen Schub

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Eschwege. Das Jubiläumsjahr der Reformation hat dem Zusammenwachsen der ökumenischen Bewegung einen „tollen Schub“ gegeben.

Zu dieser Erkenntnis kommt der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Eschwege, Dr. Martin Arnold, vor dem Höhepunkt des Reformationsjahres am heutigen Reformationstag. „Zum ersten Mal wurde das Gedächtnis der Reformation gemeinsam gefeiert, ohne die gegenseitigen Verletzungen der Vergangenheit zu beklagen“, sagt Arnold.

Seine Bilanz dieser über ein Jahr andauernden Jubiläumsfeier fällt insgesamt positiv aus. „Es gab ein nie dagewesenes Interesse an der Reformation“, sagt Arnold. Die Gemeinden im Kirchenkreis Eschwege hätten unzählige Veranstaltungen angeboten, die allesamt einen Besuch lohnten. Als eine der gelungensten Reformationsveranstaltungen bezeichnet Arnold den „bewegenden ökumenischen Gottesdienst in der St.-Elisabeth-Kirche“.

Wichtig für den Kirchenkreis Eschwege sei gewesen, die Figur Martin Luthers in den richtigen Zusammenhang zu rücken. „Luther spielte sicherlich die zentrale Bedeutung für die Reformation, er hatte aber Licht und Schatten“, sagt Arnold. Das sei im Raum Eschwege im Reformationsjahr gut hervorgetreten.

Einen besonderen Dank richtete Arnold an die Teilnehmer der Aktion von Kirchenkreis und Werra-Rundschau. Die Menschen sollten Thesen zur Zukunft der Kirche aufstellen. Dabei sei ihm aufgefallen, dass Kirche viele Baustellen habe, die man bearbeiten müsse. Dicht bei den Menschen zu sein und Nächstenliebe zu praktizieren, sei eine der wesentlichen Aufgaben der Zukunft. 

„Besonders beeindruckt haben mich aber die Forderungen der Leser, die die Zukunft der Kirche in der Ökumene sehen“, sagt Arnold. In diesem Sinne werde der zentrale Gottesdienst des Kirchenkreises heute auch als Höhepunkt auf dem Eschweger Marktplatz gefeiert.

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