Bis zu 14 Tage müssen Kunden derzeit auf einen Termin warten

Reifenwechsel im Akkord

Schweißtreibend. In beeindruckender Geschwindigkeit wechselt Marco Kages, Azubi im VW-Autohaus am Brückentor, die Reifensätze.

Eschwege. In der ersten Euphorie des Frühlings werden nicht nur Gartenmärkte gestürmt. Auch in den Autowerkstätten stehen die Telefone nicht mehr still, telefonisch Durchkommen gerät dieser Tage zur Geduldsprobe.

Nach dem nicht endenen wollenden Winter wollen so ziemlich alle Autobesitzer ihr Sommerreifen aufziehen lassen. Für die Werkstätten heißt das derzeit im Akkord arbeiten, für die Kunden heißt es, sich in Geduld zu üben.

Gut zwei Wochen muss man in der Kfz-Werkstatt Schüler auf einen Termin zum Reifenwechsel warten. „Es sieht im Moment wirklich übel bei uns aus“, sagt Christina Schüler, zumal in der Werkstatt natürlich noch reichlich andere Arbeiten anfallen. „Jetzt wollen alle auf einmal ihre Sommerreifen am Auto. Den nächsten freien Termin haben wir am 6. Mai.“ Die Werkstatt hat eigens deshalb an diesem Samstag geöffnet und für den Tag über 30 Termine zum Radwechsel vergeben.

Ähnlich sieht es auch bei VW aus. Auch hier muss man mit bis zu vier Tagen Wartezeit rechnen. Täglich werden hier bis zu 20 Reifensätze ausgetauscht. Die Mitarbeiter arbeiten im Akkord.

„Dieses Frühjahr ist wirklich extrem“, so Melanie Zengerling vom Ford-Autohaus am Hessenring. Anfang der kommenden Woche stehen auch hier täglich mehr als 20 Satzwechsel auf der Agenda. Wer einen Termin haben will, muss sich gedulden oder einen ganz dringenden Grund überzeugend anführen.

Üblicherweise beginnt der Wechsel von Winter auf Sommerbereifung in den ersten Märzwochen und läuft dann Anfang Mai aus. Doch bis vor gut einer Woche drohte das Wetter immer noch, Glätte, Eis und Schnee auf den Straßen zu bringen. „Das Wechseln hat dieses Jahr erst Mitte der vergangenen Woche angefangen“, so Zengerling.

Von Stefanie Salzmann

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