33.917 Schüler starteten ins Abi

Reifeprüfung in Hessen

Wie 33 916 andere hessische Schüler saß auch Laura Waduschat gestern konzentriert und mit Blick auf die Uhrzeit über der Klausur im Englischgrundkurs für den zentralen Abiturdurchgang 2013. Foto: W. Skupio

Eschwege. Gleich in vier Orten, nämlich Sontra, Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Eschwege eröffneten die Englischprüfungen gestern den Abiturdurchgang 2013 im Kreis.

In der Kreisstadt zählt der Durchgang am Oberstufengymnasium (OG) und Beruflichen Gymnasium (BG) 208 Schüler. Krankmeldungen gab es bisher keine. Das zentrale Landesabitur läuft mittlerweile aber ganz routiniert ab.

„Die einzige Besonderheit ist, dass die Lehrer schon früh um sieben Uhr die Aufgaben aus Wiesbaden auf Stimmigkeit kontrollieren“, erklärt Wolfgang Stenner, der Schulleiter des OG. War das Abitur früher nach vier Tagen beendet, dauern die Prüfungen inzwischen zwei Wochen. Die letzte Prüfung, Physik, wird hessenweit erst am 22. März geschrieben, die mündlichen Prüfungen sind für Ende Mai angesetzt.

Zusätzlich belastend für die Schüler ist, dass - je nach Wahl der Fächer - nebenbei noch Unterricht mit herkömmlichen Klausuren stattfindet. „Früher fand das Abitur später statt, da war das Schuljahr dann schon fast beendet“, erklärt Ivonne Benedict, Abteilungsleiterin im BG und zuständig für die Organisation des Prüfungswesens.

Dass an beiden Schulen das Abitur trotz Routine und zentraler Steuerung immer noch etwas Besonderes ist, zeigen zahlreiche Hinweisschilder und gesperrte Bereiche in den Gebäuden, um den Geräuschpegel in den Fluren für die Prüflinge möglichst gering zu halten.

Spicken im Abitur hält Manfred Zindel, Schulleiter des BG, übrigens für sinnlos. „Bei der Bandbreite des Stoffes, der drankommen kann, messe ich einem Spickzettel keine besondere Bedeutung bei“, sagt er. Selbst ein Smartphone mit Internetzugang sei wenig hilfreich, wenn man nicht in der Lage ist, die Suchanfrage zielgerichtet zu formulieren, erklärt Zindel.

Um dennoch auf Nummer sicher zu gehen, werden die Schüler bei Prüfungsbeginn belehrt, außerdem gibt es einen Toilettenplan, mehrere Aufsichten, vorbereitetes Papier und Handyverbot. (wrs)

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