Revision im Espada

Schließung des Eschweger Hallenbads wird jetzt für eine gründliche Renigung genutzt

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In Schutzkleidung reinigt Ivonne Schabacker das Edelstahlbecken im Hallenbad.

Üblicherweise steht die dreiwöchige Grundreinigung des Eschweger Hallenbads im August im Kalender. Durch die Corona-bedingte Schließung wurde die Revision jetzt vorgezogen.

Drei Tage dauert es, die rund 750 Kubikmeter Wasser abzulassen. Solche Mengen werden beim Zentralklärwerk angemeldet, bevor sie in die Kanalisation fließen. Jetzt ist das 25 Meter lange und zwölfeinhalb Meter breite Schwimmbecken im Eschweger Hallenbad leer. Ivonne Schabacker beizt die Edelstahloberfläche ab. Die Mitarbeiterin der Stadtwerke trägt Schutzkleidung. „Ganz schön anstrengend“ sei das, findet Violetta Schüttemeyer, die sich bei dem Energieversorger um den Bäderbetrieb kümmert. Immerhin lohne sich die gute Pflege.

„Das Edelstahlbecken ist dreißig Jahre alt und sieht noch immer gut aus“, sagt Schüttemeyer. Einmal im Jahr wird das Hallenbad grundgereinigt. Reparaturen stehen auf dem Plan, ebenso Wartungsarbeiten, die im laufenden Betrieb nicht möglich sind. Üblicherweise steht die dreiwöchige Revision im August im Kalender. „Immer nach dem Open Flair, wenn die Grundreinigung wegen der starken Beanspruchung während des Festivals erforderlich ist“, erklärt Schüttemeyer. Das ist in diesem Jahr anders. Das Hallenbad musste ohnehin geschlossen werden. „Wir haben die Grundreinigung und die fälligen Reparaturen in diese Zeit gelegt, damit wir im August nur kurz schließen müssen.“ Möglicherweise hätten die Eschweger in der Ferienzeit erhöhten Bedarf, weil die Reisefreiheit noch nicht wieder komplett hergestellt sei.

Das Multifunktionsbecken mit Hubboden wurde in diesem Jahr letztmalig von der Herstellerfirma gereinigt. Das ist Bestandteil des Wartungsvertrages. Das Planschbecken nebenan hat Reparaturbedarf. Die Abflussrinne ist gerissen. Kacheln müssen herausgestemmt und durch neue ersetzt werden. Die Fliesenleger sind gerade mit diesen Arbeiten beschäftigt.

In den Duschen werden defekte Rohre und Armaturen ausgetauscht. Auf dem Freigelände laufen die Vorbereitungen auf die Sommersaison. Die Anlagen des Wassergartens benötigen eine gründliche Reinigung. Die Oberflächenreinigung bedarf besonderer Gründlichkeit. „Sonst haben wir schlechte Wasserwerte“, erklärt Schüttemeyer.

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird Wasser in die Becken eingelassen. Einige Tage wird das dauern, abhängig davon, wie weit der Zulauf aufgedreht werden darf. „20 bis 30 Kubikmeter pro Stunde dürfen wir normalerweise abnehmen“, sagt Schüttemeyer zu den Auflagen des Wasserwerks. Anschließend muss die Chemie zur Stabilisierung der Wasserhygiene aufgefüllt und kalibriert werden.

„Wir arbeiten darauf hin, dass wir nach Ostern öffnen können“, so Schüttemeyer, „falls das dann wieder erlaubt sein sollte.“

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