Irischer Stepptanz der Extraklasse

Rhythmus in den Füßen: Die Dance Masters in der Eschweger Stadthalle 

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Gut gelaunt und schwungvoll: Das Ensemble der Show „Dance Masters“ brennt ein Feuerwerk des irischen Stepptanzes auf der Bühne der Stadthalle in Eschwege ab. Die Tänzer stammen aus Irland und den USA.

Eschwege. Seit der Show „Lord oft the Dance“ ist der irische Stepptanz auch in Deutschland beliebt. So sehr, dass die Show „Dance Master“ der Reset-Production aus Gera inzwischen zum zweiten Mal vor vollem Haus in der Eschweger Stadthalle gastierte.

Zwölf Nachwuchstänzer aus Irland, England und den USA führten die getanzte Geschichte des irischen Stepptanzes vom 18. Jahrhundert bis heute vor.

Die Choreografien entwickelte Richard Griffith, der eine eigene Schule für irischen Stepptanz leitete, die in der Vergangenheit mehrere Weltmeisterschaftstitel gewann. Seit Jahrzehnten inszeniert er Tourneen, die in der ganzen Welt gezeigt werden. Zwischen den Tanzeinlagen – sozusagen als Atempausen für die Tänzer – interpretierten drei Musiker rund um den starken Sänger Barry Tierney temperamentvollen Irish Folk auf Gitarre, Banjo und Geige.

Viele der jungen Tänzer sind selbst durch ihre Begeisterung über „Lord of the Dance“ zum Stepptanz gekommen und eiferten ihrem Vorbild, dem Tänzer Michael Flatley, nun nach. Und da wie auch beim Ballett in so einer Show nicht einfach Choreografien hintereinander gereiht werden können, muss eine Rahmenhandlung her, die die Stücke zusammenhält. So verfolgte das Publikum das Schicksal des jungen Tänzers Patrick (Odran Lynch), der seit der Tanzschule in seine Kollegin Kate (Heather Carr) verliebt ist. Immer wieder kommt dem Liebesglück aber Kevin (John Mulligan), der gleich mit mehreren Mädchen anbandelt, in die Quere.

Anders als in der Dramaturgie zeigten sich Lynch und Mulligan als harmonisch agierendes Duo, wenn es darum ging, die „Clicks“, die hörbaren Tanzschritte, auch ohne Musik in rasender Folge aufs Parkett zu legen. Sie begeisterten das Publikum. Eine Kamera, die live übertrug, zeigte dabei die Füße der Tänzer in Nahaufnahme. Die Tänze schlugen einen weiten Bogen vom 18. Jahrhundert in Hobbingen-Idylle über die ritualisierten Tanzparties der 60er-Jahre bis hin zu athletischem, modernem Hip-Hop und zeigten auf diese Weise wie vielseitig einsetzbar der Stepptanz ist.

Und natürlich gab es viel von dem, was das Publikum erwartete: Tänzer in Reihen, die Rhythmus in den Füßen haben, glitzernde Kostüme und rasante Musik, die sich am traditionellen Irish Folk orientiert. Mit diesem Konzept überzeugte das Ensemble auch in Eschwege einmal mehr.

Die "Dance Masters" in der Eschweger Stadthalle 

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