Werra-Meißner-Kreises auf der Grünen Woche

Ritter werben für Region

Bates-Gitarrist Michael Rebbig freut die Stracke.

Berlin/Eschwege. Ritter Daniel vom Schloss Berlepsch war es gleich, ob der aufgegriffene Bösewicht ein Prominenter ist. Deshalb schnappte er sich auch Landratsvize Rainer Wallmann und zerrte ihn auf die Bühne.

Dort konnte sich Wallmann dann aber noch rechtzeitig outen und statt einer Tracht Prügel bekam er ein fürstliches Gewand samt grünem Hut gereicht. So mittelalterlich gewandet, versuchte der grünenpolitische Botschafter aus dem Werra-Meißner-Kreis, die Vorzüge des Werralandes auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin unters Volk zu bringen.

„Insgesamt war der Tag ein wirklich guter Auftritt für den Werra-Meißner-Kreis“, sagte Wallmann. Er hatte nicht nur von schönen Landschaften berichtet, sondern auch von der Witzenhäuser Universität, die immerhin Geburtsort von Dingen wie der Biotonne und der Schilfklärtechnik ist. „Wir sind eine absolute innovative Region, von der Impulse zum Klima, der Umwelt und vielen anderen Dingen ausgehen“, sagte Wallmann. Der Werra-Meißner-Kreis hatte sich am Freitag auf der weltweit größten Messe für Ernährung und Landwirtschaft mit einem von Schloss Berlepsch gestalteten und inszenierten mittelalterlichen Stand präsentiert.

Reihenweise ließen sich Besucher der Messe freiwillig an den Pranger stellen und, so bloßgestellt, von ihren Lieben fotografieren. Beliebt waren ebenso deftige Handgreiflichkeiten auf dem Prügelbalken oder ein Scharmützel mit dem berüchtigten Ritter Daniel.

Eher versteckt, doch für den eingefleischten Liebhaber der nordhessischen Spezialität doch zu finden, war die Ahle Wurscht. In einem Holzschrank baumelten die Stracken dezent am Haken und wurden nachgefragt und auch gekauft. Auch der gebürtige Eschweger, Ex-Bates Gitarrist und Neuberliner Michael Rebbig hatte sich auf die Suche gemacht und eine ordentliche Stracke für 12,80 Euro erbeutet. Er schwelgte gestern Abend in Heimatgefühlen.

Von Stefanie Salzmann

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