Der Rohbau steht schon

Zwei Millionen Euro teures Becken geht im Oktober in Betrieb

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Baustelle Espada: Der Anbau an die Schwimmhalle in Eschwege ist fast fertig. In dem neuen Gebäudetrakt wird ein Multifunktionsbecken gebaut.

Eschwege. Die Rohbauarbeiten am neuen Trakt des Eschweger Hallenbades sind so gut wie abgeschlossen. In dieser Woche werden die letzten Rohbauarbeiten erledigt. Anschließend wird die Dachkonstruktion montiert, und die beauftragten Baufirmen setzen die Fenster ein.

„Im vierten Quartal wollen wir den neuen Gebäudekomplex mit dem Multifunktionsbecken im Espada eröffnen“, kündigt Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Lecke an. Voraussichtlich schon im Oktober könne die zwei Millionen Euro teure Einrichtung in Betrieb genommen werden. Das acht mal zwölf Meter große Schwimmbecken mit einem höhenverstellbaren Beckenboden bekomme noch einige attraktive Besonderheiten, berichtet der technische Leiter Ralf Herrmann.

„Die Schwimmer dürfen sich auf eine Gegenstromanlage freuen“, kündigt Herrmann an. Darüber hinaus würden drei Massagedüsen und eine Schwallbrause montiert. „Wir wollen nicht nur die reine Funktion eines Übungsbeckens, sondern auch Wellnesscharakter“, so Geschäftsführer Lecke. Nach Angaben von Schwimmmeister Udo Schneider wird die Wassertemperatur durchgängig auf 32 Grad Celsius reguliert sein.

Der neue Trakt: Lichtdurchflutet soll die neue Schwimmhalle sein.

Die höhere Temperatur werde insbesondere wegen der Nutzung als Übungsbecken für Schwimmanfänger gewählt. Die würden sich deutlich weniger bewegen und somit schneller frieren. Außerdem biete sich das Becken dann auch für Sondernutzungen an, die höhere Wassertemperaturen voraussetzten, beispielsweise bei Therapieangeboten an Rheumapatienten. Mit der Inbetriebnahme des neuen Beckens will das Espada Grundschulen ausgeweitet auf fünf Tage in der Woche Schwimmunterricht anbieten.

Die Abtrennung zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerzone im Hauptbecken werde auch dann nicht gänzlich aufgehoben werden können, wenn das Multifunktionsbecken in Betrieb ist. „Sobald Kinder im Becken sind, muss die Absperrkette eingesetzt werden“, erklärt Udo Schneider. Allerdings könne der Nichtschwimmerteil soweit verkleinert werden, dass mindestens zwei, voraussichtlich sogar drei Bahnen in voller Länge und dauerhaft Schwimmern vorbehalten werden könnten. Abgesperrt werde dann über Eck.

Von Harald Sagawe

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