Ruheraum oder Rettungsauto

Friedrich-Wilhelm-Schule: Sanitätsdienst hat sich etabliert

Kinder stehen rings um einen Rettungswagen des DRK herum.
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Kein ungewohntes Bild: Auf dem Schulhof der Friedrich-Wilhelm-Schule parkt jetzt gelegentlich ein Rettungswagen. Die Schule arbeitet eng mit dem Deutschen Roten Kreuz zusammen.

Bei einem Unfall mit Verletzungen kommt es oft auf jede Minute an, je eher Hilfe da ist, desto besser für die Betroffenen. Damit an der Friedrich-Wilhelm-Schule im Ernstfall keine wertvolle Zeit verloren geht, hat sich an dem Eschweger Gymnasium ein Schulsanitätsdienst etabliert.

Eschwege – Die Schulsanitäter sorgen für Sicherheit und leisten in Notsituationen schnelle Hilfe. Dieser wichtige ehrenamtliche Dienst liegt in der Hand von Schülern, die während einer Arbeitsgemeinschaft eine qualifizierte Ausbildung erhalten – zunächst in Erster Hilfe. Damit stellen sie als Schulsanitäter im Fall von Unfällen, Verletzungen oder plötzlich auftretenden Erkrankungen aktiv und professionell die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher. Sie sind als Erste vor Ort, sie treffen die ersten Entscheidungen – Pflaster oder Verband, Ruheraum oder Rettungswagen. Außerdem können sie in der sanitätsdienstlichen Betreuung von Schulveranstaltungen wie Schulfeste, Wandertage oder Sportveranstaltungen eingesetzt werden. Sie sollen dabei helfen, Gefahrenquellen in der Schule zu identifizieren und zu beseitigen. Der Schulsanitätsdienst erhöht im Alltag die Sicherheit an der Schule.

Üblicherweise gehört zum Schulsanitätsdienst auch das regelmäßige gemeinsame Training. Den Schulsanitätern wird sowohl theoretisch als auch praktisch durch Fallbeispiele beigebracht, sich in verschiedenen Notfallsituationen richtig zu verhalten. Neben der klassischen Ersten Hilfe liegen die Schwerpunkte auf alltäglichen Situationen (vor allem Sportunfällen) und der psychischen Betreu-ung der Verletzten.

„Die Aufgaben, die die jungen Schulsanitäter wahrnehmen, erfordern und fördern wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten wie etwa Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit“, heißt es vonseiten der Schule. Auf diese Weise beeinflusse der Schulsanitätsdienst zusätzlich das soziale Klima der Schule positiv.

Der Lehrer, der die AG während seines Vorbereitungsdienstes an der FWS ins Leben gerufen hat und seitdem die Ausbildung und das regelmäßige gemeinsame Training pädagogisch leitet und betreut, ist Max Hoffmann – selbst ausgebildeter und erfahrener Rettungssanitäter. Über mangelnden Zuspruch seitens der Schülerschaft kann er sich nicht beschweren, das Interesse an der Schulsanitätsausbildung ist riesengroß. Dafür sorgt auch, dass die Ausbildung an der Schule in ganz enger Kooperation und Mitwirkung der Profis vom Deutschen Roten Kreuz in Eschwege stattfindet, sodass auch schon mal ein echter Rettungswagen auf dem Schulhof steht.

(red/ts)

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