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Runa Aasland-Jost führt jetzt den Kreisverband der Awo Werra-Meißner

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Von: Tobias Stück

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Sie führt ab 1. Oktober den Kreisverband der Awo Werra-Meißner: Runa Aasland-Jost wird Nachfolgerin von Geschäftsführer Martin Weisbecker (links), wie der Kreisvorsitzende Günter Engel jetzt mitteilte.
Sie führt ab 1. Oktober den Kreisverband der Awo Werra-Meißner: Runa Aasland-Jost wird Nachfolgerin von Geschäftsführer Martin Weisbecker (links), wie der Kreisvorsitzende Günter Engel jetzt mitteilte. © Tobias Stück

Werra-Meißner – Runa Aasland-Jost ist die neue Geschäftsführerin des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Werra-Meißner. Die bisherige Stellvertreterin wird Nachfolgerin von Martin Weisbecker, der altersbedingt in den Ruhestand geht.

Aasland-Jost hatte sich als interne Kandidatin unter 28 Bewerbern durchgesetzt. Auch weitere personelle Veränderungen haben sich beim Kreisverband im vergangenen halben Jahr zugetragen.

Martin Weisbecker war ab April 2015 Geschäftsführer des Kreisverbands – damals noch des Eschweger Verbands. Eine seiner ersten Aufgaben war es, die Kreisverbände aus Eschwege und Witzenhausen zusammenzuführen. „Inhaltlich war die Zusammenlegung schon abgesegnet, sie musste aber noch juristisch und verwaltungstechnisch umgesetzt werden“, erinnert er sich. Da sei viel umzustrukturieren gewesen. Auch Menschen musste man zusammenführen. Insgesamt zweieinhalb Jahre habe dieser Prozess gedauert. Und mitten in dieser Fusion setzte 2015 die Flüchtlingskrise ein. Die Arbeiterwohlfahrt übernahm die Betreuung. Von 340 auf 1260 schoss die Zahl der Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften innerhalb weniger Wochen hoch. Dazu kamen rund 1000 Menschen, die in den Notunterkünften psychosozial betreut werden mussten. „Das war ein kleiner Wahnsinn“, sagt Weisbecker rückblickend.

Gerechtigkeit unter den Menschen

Schon damals an seiner Seite war Runa Aasland-Jost, die sechs Wochen vor ihm bei der Awo Werra-Meißner begonnen hatte. Sie managte die Flüchtlingskrise für die Awo vor Ort. Warum die Arbeiterwohlfahrt die Flüchtlingsbetreuung geregelt hat? „Wir sind bereit, Aufgaben zu übernehmen, die keiner machen möchte. Denn Gerechtigkeit unter den Menschen ist eine Kernaufgabe der Arbeiterwohlfahrt“, sagt Runa Aasland-Jost.

Sie wird ab 1. Oktober Chefin von knapp 300 Mitarbeitern. 287 Menschen teilen sich 200 Vollzeitstellen. Neben der Flüchtlingsbetreuung ist die Awo Werra-Meißner auch für Kindertagesstätten, Ambulante Hilfen (Familienhilfe, Betreuung etc.), Jugendsozialarbeit und Schwangerschafts- sowie Schuldnerberatung zuständig. Die Schuldnerberatung werde in Zukunft vermutlich zunehmen, glaubt Weisbecker. Für das Ehrenamt sollen neue Mitglieder für die Awo gewonnen werden. Runa Aasland-Jost möchte besonders junge Menschen ansprechen. Eine der größten Herausforderungen der Zukunft ist auch für die Arbeiterwohlfahrt die Gewinnung von Fachkräften. „Das fängt bei Erziehern und Sozialpädagogen an und geht bis zu den Hausmeistern.“

Erste Weichen gestellt

In den Führungspositionen wurden seit April schon erste Weichen gestellt. Ernst-Otto Zippel ist neuer Fachbereichsleiter der Flüchtlingsbetreuung, Tim Jeanrond wurde Verbandsreferent, Susanne Weise neue Leiterin der Familienberatung und Manuela Trost ist jetzt eine der beiden Schuldnerberaterinnen.

Von Tobias Stück

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