Neujahrsempfang der SPD

Fraktionschef Oppermann  will Pegida mit Argumenten entgegentreten

Im Gespräch: SPD-Bürgermeisterkandidat Jörg Heinz und der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Bundestag, Thomas Oppermann, beantworten Fragen von Eschweges SPD-Chef Alexander Feiertag. Foto: Sagawe

Eschwege. Die Terroranschläge von Paris und die in der Folge entwickelten Islamfeindlichkeiten waren gestern Nachmittag das bestimmende Thema beim Neujahrsempfang der Eschweger Sozialdemokraten. Ehrengast Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der Partei im Bundestag, warb dafür, der Pegida-Bewegung entschieden und mit Argumenten entgegenzutreten.

Eschweges SPD-Vorsitzender Alexander Feiertag begrüßte den Bundespolitiker anschließend gemeinsam mit Bürgermeisterkandidat Jörg Heinz zur Talkrunde auf dem Bühnensofa und zuvor zahlreiche Gäste. Darunter waren der Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth, die Landtagsabgeordneten Lothar Quanz und Dieter Franz, Landrat Stefan Reuß und Stadtverordnetenvorsteher Karl Montag und Ehrenbürgermeister Jürgen Zick.

Schon Landrat Stefan Reuß hatte „Menschen, die mit Stammtischpolitik auf Stimmenfang gehen“, Widerstand angekündigt. „Das wollen wir nicht“, sagte Reuß. Dank gebühre dagegen Menschen wie Eltmannshausens Ortsvorsteher Georg Rost, der ohne zu zögern bei der Unterbringung der Flüchtlinge in dem Eschweger Stadtteil behilflich gewesen sei.

Reuß ging außerdem auf die Vorhaben des Kreises ein und nannte hier insbesondere die Millioneninvestition in die Sanierung des Schlosses. Mehr Beteiligung der Bürger an den Entscheidungen in der Stadt möchte Bürgermeisterkandidat Jörg Heinz, dem vor allem Transparenz fehlt. Der SPD-Kandidat sprach hier den Werratalsee an. „Das neue Gutachten hätte längst veröffentlicht werden müssen“, sagte er und weiter: „Wir sind an einem Punkt, an dem wir handeln müssen.“ Es sei keine Zeit mehr, es müsse ganz schnell Klartext geredet werden. Weiteren Verzögerungen erteilte Heinz eine Absage. Wichtige Themen sind für ihn die weitere Aufwertung des Stadtbildes und die Forcierung von Zuzug mit der Schaffung gesuchten Wohnraumangebotes.

Der Bundespolitiker Oppermann sagte weitere finanzielle Entlastungen der Kommunen zu durch die Übernahme von Leistungsverpflichtungen auf dem sozialen Sektor durch den Bund und machte den Eschwegern allerlei Komplimente für ihre schöne Stadt.

Von Harald Sagawe

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