Nicht mehr als 725.000 Kubikmeter bis Ende 2016

RP gibt Entscheidung bekannt: K+S darf weiter Salzabwässer versenken

Kassel. Das Regierungspräsidium Kassel hat soeben bekannt gegeben, dass K+S zeitlich befristet und mit reduzierten Mengen mit seiner umstrittenen Entsorgung von Salzabwässern fortfahren kann.

Befristet bis 31. Dezember 2016 hat das Regierungspräsidium der Fortführung der Versenkung als Übergangslösung mit deutlich reduzierten Versenkmengen zugestimmt, teilte die Behörde in einer Pressemitteilung mit.

Diese befristete Erlaubnis gelte ab sofort, heißt es weiter. Bis Ende 2016 darf die K+S Kali GmbH demnach 725.000 Kubikmeter Prozessabwässer aus den Standorten Wintershall und Hattorf nur in Hattorf in den Untergrund versenken. Die zugelassene Versenkmenge liege deutlich unter der Gesamtmenge der vergangenen Jahrzehnte und auch unter der Versenkmenge des Standorts Hattorf in den vergangenen Jahren.

In den Auflagen zu der Übergangserlaubnis sei zudem ein strenges Überwachungs- und Messregiment vorgegeben, heißt es weiter. Sie sei jederzeit widerrufbar, und weitergehende Inhalts- und Nebenbestimmungen seitens der Umweltbehörde des Regierungspräsidiums seien jederzeit zulässig.

Ursprünglich hatte das Unternehmen eine Versenkerlaubnis für 12 Millionen Kubikmeter bis Dezember 2021 mit maximalen jährlichen Versenkmengen von 3,9 Millionen Kubikmeter pro Jahr beantragt. Diesen Antrag habe das Regierungspräsidium nicht genehmigen können, weil ein sogenanntes numerisches dreidimensionales Grundwassermodell als Bedingung für die Genehmigung derzeit noch keine insgesamt belastbaren Prognoserechnungen über die Ausbreitung des verpressten Salzabwassers im Untergrund ermögliche, teilte das Regierungspräsidium mit.

Deshalb lasse das Regierungspräsidium die Fortführung der Versenkung als Übergangslösung nur für ein Jahr mit deutlich reduzierten Versenkmengen zu.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare