Vortragsreihe der Historischen Gesellschaft umfasst diesmal neun Abende

Schätze, Landgraf und Äbtissin

Eschwege. Umfangreicher denn je stellt sich das Vortragsprogramm der Historischen Gesellschaft des Werralandes für das Winterhalbjahr 2012/2013 dar. Neun Montag-Abende umfasst die Reihe vorwiegend historischer Referate. • Die Schriftstellerin und Salonière Elise Rüdiger geb. von Hohenhausen - vor 200 Jahren in Eschwege geboren - wird von York-Egbert König vorgestellt. Die Tochter der Elise von Hohenhausen war in der literarischen Welt des 19. Jahrhunderts nicht weniger bekannt als ihre Mutter.

Termin: 8. Oktober, 20 Uhr, Stadtbibliothek Eschwege. • „Die Kasseler Grimm-Sammlung - im Raum Wanfried verschollen“ präsentieren Dr. Holger Ehrhardt und Dr. Axel Halle (Kassel). Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Kunstschätze in die Wanfrieder Region verlagert und gingen dort in den Wirren des Kriegsendes verloren.

22. Oktober, 20 Uhr, Volkshochschule Eschwege. • Agatha Christie und die Archäologie ist das Thema von Birgit Brandau. Die weltberühmte Schriftstellerin reiste 1928 und 1930 in den Orient, nahm an archäologischen Untersuchungen teil und heiratete einen Archäologen.

29. Oktober, 20 Uhr, Stadtbibliothek Eschwege. • Mit dem hessischen Landgrafen Christian und dem Hülfensberg hat sich Thomas T. Müller befasst. 1755 in Eschwege gestorben, wurde Christian, da seine Familie katholisch war, auf dem Hülfensberg im Eichsfeld beerdigt.

12. November, 20 Uhr, VHS Eschwege. • Neue Befunde zur Eschweger Stadtarchäologie stellt Dr. Karl Kollmann vor.

26. November, 20 Uhr, Buchhandlung Heinemann. • „Frauenschicksale am Kasseler Fürstenhof: Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow und Friederike von Anhalt-Bernburg“ hat Sabine Köttelwesch näher betrachtet und belegt damit die Verflechtungen des Landgrafenhauses mit den adligen Nachbarhäusern.

10. Dezember, 20 Uhr, Stadtbibliothek Eschwege. • „Wie ein Schatten sind unsere Tage“ ist Titel von Inge Geiler (Frankfurt) für die Schicksals-Geschichte der jüdischen Familie Grünbaum.

11. Februar, 20 Uhr, Volkshochschule Eschwege. • In ihrem historischen Roman „Das Geheimnis der Äbtissin“ hat sich Simone Knodel dem Leben der Judith von Lare angenommen, der Schwester Siegfrieds von Northeim, die im 12. Jahrhundert als Äbtissin des Kanonissenstifts Eschwege eine Rolle gespielt haben soll.

25. Februar, 20 Uhr, Stadtbibliothek Eschwege. • Über „Munitium. Eine andere Sichtweise zu Funktion und Charakter des Römerlagers Hedemünden“ spricht Egon Kühn. Die Ausgrabungen haben die Bedeutung des Römerlagers Hedemünden für die Expansionsbestrebungen der Weltmacht ins kurzzeitig besetzte Germanien deutlich gemacht.

Termin: 11. März, 20 Uhr, Volkshochschule Eschwege.

Der Eintritt kostet jeweils zwei Euro. (sff)

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