Schaumbergs gesammelte Fragmente als Buch präsentiert

Buchveröffentlichung in der Friedrich-Wilhelm-Schule: (von links) Reiner Herich, Corinne Iffert, Dr. Hans-Joachim Vock und Elmar Bode. Foto: Morth

ESCHWEGE. In der Friedrich-Wilhelm-Schule wurde jetzt das Buch „Schaumbergs gesammelte Fragmente“ vorgestellt.

Der 2017 gestorbene Eschweger Maler, Paläontologe und Künstler Günther Schaumberg befasst sich darin unter anderem mit seinem Leben während des Nationalsozialismus. Herausgeber des Buches ist die Ehemaligen-Vereinigung der Eschweger Gymnasien. Entstanden ist das Buch durch eine Vielzahl von Gesprächen mit Elmar Bode, dem Schularchivar der Friedrich-Wilhelm-Schule.

„2016 erhielt ich erstmals schriftliche Aufzeichnungen von Schaumberg. Leider ist es nicht mehr möglich gewesen, das Buch vor seinem Ableben fertigzustellen“, erklärt Bode. „Das Werk ist sicherlich eine interessante Sache für ehemalige Schüler Schaumbergs. Er war ein echtes Original in der Eschweger Lehrerschaft“, so Schulleiter Dr. Hans-Joachim Vock. Aufgrund der Wirren des Nationalsozialismus hatte der Tausendsassa Schaumberg ein bewegtes und zerrissenes Leben. „Das Buch soll auch ein Versuch sein, eine kontinuierliche Entwicklungslinie durch sein Leben zu ziehen“, so Deutschlehrer Reiner Herich.

Aus diesem Grund nimmt auch die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, dem Holocaust und seinen ehemaligen jüdischen Mitschülern einen großen Raum in dem Werk ein, das eine Vielzahl von autobiografischen Passagen enthält.

Für das Layout war Corinne Iffert zuständig. „Wir haben versucht, so viele alte Bilder wie nur möglich unterzubringen. Der Einband zeigt Schaumberg vor seinem Elternhaus in der Forstgasse. Heute steht dort das Gebäude der Deutschen Bank“, erklärt Corinne Iffert. Erstehen können Interessierte das Buch zu einem Stückpreis von zehn Euro im Sekretariat der Friedrich-Wilhelm-Schule oder in der Buchhandlung Heinemann. (mm)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare