Schnelles Internet bis April in Region überall verfügbar 

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Verteiler für schnelles Internet: So sieht das Innenleben eines der Verteilerkästen aus, über die das schnelle Internet bis Mitte des Jahres an alle Orte in der Region verteilt werden soll.

Bis April soll der Breitbandausbau im Werra-Meißner-Kreis abgeschlossen sein. Netzbetreiber Netcom  Kassel verspricht dann schnelles Internet für jeden Ort. 

Werra-Meißner – In wenigen Monaten, nämlich bis Ende April dieses Jahres sollen alle Gemeinden und Ortsteile, die bisher im digitalen Niemandsland lagen, im Werra-Meißner-Kreis an das neue Glasfasernetz angeschlossen sein und damit ungehindert Zugang zu schnellem Internet haben. So zumindest der Plan der Breitband Nordhessen und des Netzbetreibers Netcom Kassel.

Gerade dieser Tage gehen in der Gemeinde Ringgau die Orte Datterode, Röhrda, Lüderbach und Rittmannshausen ans Netz. Einzige Voraussetzung ist ein entsprechender Vertrag mit Netzbetreiber Netcom. Dann muss dder Anschluss nur noch eingerichtet werden. Das kann aber nach Auskunft von Daniel Hecker von der Netcom Kassel noch mal zwischen acht und zwölf Wochen dauern. Zwischengeschaltet sind dabei unter anderen Anbietern auch die Deutsche Telekom, die die Hoheit über die Meter zwischen den Netzverteilern der Netcom und den Hausanschlüssen hat. „Die Telekom muss die Leitungen freigeben“, weiß er. Deshalb warnt Hecker auch Kunden, Altverträge voreilig zu kündigen, bevor der Anschluss tatsächlich steht. Deshalb ist das Procedere bei der Netcom auch so, dass die Bestellung des Breitbandanschlusses erst mit der Inbetriebnahme der Leitung möglich ist.

Bis Ende Januar

. Bis Ende Januar will die Netcom Langenhain, Schwebda sowie die Wanfrieder Ortsteile Heldra, Völkershausen, Altenburschla und die Stadt Wanfried sowie Wichmannshausen anschließen.

Im Februar

. Im Februar folgen die Waldkappler Ortsteile Gehau, Stolzhausen und Eltmansee.

Bis Ende April

.  Bis Ende April sind die Anschlüsse für Mitterode, Stadthosbach, Reichenbach, Hopfelde, Hollstein, Küchen, Waldkappel, Hetzerode. Rechtebach, Rodebach, Mäckelsdorf, Friemen, Hasselbach, Harmuthsachsen, Schemmern, Burghofen, Bischhausen, Kirchhosbach, Alberode, Germerode sowie Hoheneiche anvisiert.

Bis 100 000 Mbit/s

Die Netcom bietet in aller Regel Leitungsgeschwindigkeiten bis 100 Mbits/s an, was tatsächlich beim Kunden ankommt, hängt von der Entfernung zum nächsten Netzverteiler der Netcom ab. Werjetzt schon wissen möchte, welche Leitungsgeschwindigkeit bei ihm zu Hause voraussichtlich verfügbar sein wird, kann dies mit seiner Adresse über die Hompage der Netcom netcom-kassel.de unkompliziert erfragen. Auf der Startseite des Unternehmens befindet sich ein Fenster mit einem sogenannten Verfügbarkeitscheck, wo lediglich die Adresse eingegeben werden muss.

Hintergrund Breitband Nordhessen und Netcom 

Große Netzbetreiber, darunter auch die Deutsche Telekom, lehnten den Glasfaserausbau im Werra-Meißner-Kreis als unwirtschaftlich ab – zu wenige Menschen auf zu großer Fläche. Damit die Region bei der Digitalisierung nicht den Anschluss verliert, gründeten die fünf nordhessischen Landkreise eine eigene GmbH, die Breitband Nordhessen, die mit öffentlichen Mitteln den Breitbandausbau in der Region vorantrieb. Verlegt wurden seit dem Start des Projektes in den vergangenen drei Jahren 2200 Kilometer Glasfaser-Trasse, 570 Ortsteile in Nordhessen wurden an das Glasfasernetz angebunden und knapp 140 Millionen Euro verbaut. Die Netcom-Kassel ist eine jeweils hälftige Tochter von EAM (Energieversorger Mitte) und der Kassler Verkehrs- und Versorgungsbetriebe (KVV). Sie ist der Netzbetreiber und zunächst Anbieter des schnellen Netzes. Nach einer Schutzfrist werden auch andere Anbieter die Leitungen nutzen können. 

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