Bürgerbefragung in Nordhessen

Schnelles Internet ist gewollt

+
Der Bedarf ist riesig: 98 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde durch das Internet surfen. Im Werra-Meißner-Kreis haben sich besonders viele Menschen und Firmen an der Befragung beteiligt. 

Werra-Meißner. Nordhessen ist dem Ausbau des Breitband-Netzes einen großen Schritt nähergekommen. Mehr als 40 000 Teilnehmer beteiligten sich an der wichtigen Umfrage in der Region, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Im Juli hatten die fünf nordhessischen Landräte eine Umfrage zum Thema Geschwindigkeit von Internetverbindungen gestartet. In der Region sollte der Bedarf an einer schnellen Internetverbindung nachgewiesen werden. Das sei Bedingung und wichtige Voraussetzung für ein Darlehen der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gewesen, sagt Kathrin Laurier, Projektleiterin beim Regionalmanagement Nordhessen. Die Bank stelle 143 Millionen Euro zur Verfügung. Für das Geld sollen etwa 2400 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt werden.

 Mehr als 35 000 Einwohner und 5000 Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage. Die Ergebnisse sind eindeutig: 98 Prozent der Befragten meldeten den Bedarf einer schnelleren Übertragungsgeschwindigkeit von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde an. „Das ist der erste Schritt zum Bau einer Datenautobahn in Nordhessen“, sagt Laurier. Am größten war die Beteiligung an der Umfrage im Schwalm-Eder-Kreis, gefolgt vom Werra-Meißner-Kreis. In allen Landkreisen gaben die befragten Firmen an, mit Hilfe schnellerer Internetverbindungen größere Datenmengen austauschen und das Netz zum Beispiel auch für Videokonferenzen nutzen zu wollen. Auch für das Schauen von hochauflösenden Formaten im Fernsehen ist ein schnelles Internet nötig.

„Die Landkreise bereiten jetzt die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft vor“, sagt Laurier. Die europaweite Ausschreibung des Netzbetreibers soll bereits im ersten Halbjahr 2014 erfolgen. Ohne einen Partner als Netzbetreiber werde man nicht mit dem Ausbau beginnen, sagt Laurier. Kommentar, Hintergrund

Von Damai D. Dewert

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare