Vor 71 Jahren ausgerufen: Pestalozzi-Schüler erinnern an die Menschenrechte

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Das Ergebnis wochenlanger Arbeit im Unterricht: M it bunten Luftballons und Schildern erinnerten die Neunt- und Zehntklässler an die 30 internationalen Menschenrechte.

Genau 71 Jahre ist es her, dass die Vereinten Nationen (UN) die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedete. Eschweger Schüler haben jetzt an die 30 Artikel erinnert.

In den vergangenen Monaten haben sich Schüler der Pestalozzischule Eschwege verstärkt mit den Menschenrechten beschäftigt. „Jeder Mensch hat die gleichen Rechte, uns war es wichtig, dass die Schüler diese kennen und aber auch merken, dass das nicht überall auf der Welt der Fall ist“, erklärte Schulleiter Andreas Straßner.

Zusammen mit dem ehemaligen Lehrer Norbert Schrinner, der vor 17 Jahren der stellvertretende Schulleiter an der Pestalozzi-Schule war, und der heute für Amnesty International tätig ist, haben sich die Schüler der neunten und zehnten Klasse mit dem Thema beschäftigt. Am Dienstagvormittag, dem 71. Jahrestag der Verabschiedung der Menschenrechte, trafen sich alle Schüler auf dem Schulhof, um gemeinsam an die Menschenrechte zu denken und deutlich zu machen, wie wichtig die Rechte für jeden sind. Mit bunten Luftballons und Schildern erinnerten sie an die 30 internationalen Rechte. „Danke, dass ihr an dieser wichtigen Aktion mitgemacht habt, Danke auch an die Pestalozzi-Schule, das ist nicht selbstverständlich“, bedankte sich Norbert Schrinner bei den Schülern.

Diese hatten im Unterricht auch an dem weltweiten Briefmarathon teilgenommen, bei dem jährlich etwa fünf Millionen Menschen Briefe für Menschen in Not und Gefahr schreiben, adressiert an Regierungen, um Unrecht zu beenden und an bedrohte Menschen, um ihnen Solidarität zu zeigen.

Mehrere Schüler der neunten und zehnten Klasse sprachen zu ihren Klassenkameraden. „Wir wollen uns starkmachen, weil nicht allen Menschen geht es so gut wie uns“, so Schülerin Miriam Pröschl. „Ein Grundrecht ist zum Beispiel das Recht auf Bildung und auch das Recht auf Meinungsfreiheit sind hier in der Schule wichtig, jeder darf seine Meinung haben“, erklärte Andreas Straßner.

Das sind die 30 Menschenrechte

Der 10. Dezember als Tag der Verkündung wird seit 1948 als Internationaler Tag der Menschenrechte begangen. Die Menschenrechtserklärung besteht aus 30 Artikeln. Diese enthalten grundlegende Ansichten über die Rechte, die jedem Menschen zustehen sollten, „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

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