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Schüler für Rohstoffwende, Nachhaltigkeit und den Klimaschutz begeistern

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Von: Ulrike Käbberich

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Haben nicht nur gerne in der Kälte für ein Bild posiert, sondern auch mit viel Interesse am Vortrag teilgenommen: die Klasse 7d der Friedrich-Wilhelm-Schule mit (li.) Lehrerin Luise Ammer und (hinten Mitte) Referent Holger Voigt.
Haben nicht nur gerne in der Kälte für ein Bild posiert, sondern auch mit viel Interesse am Vortrag teilgenommen: die Klasse 7d der Friedrich-Wilhelm-Schule mit (li.) Lehrerin Luise Ammer und (hinten Mitte) Referent Holger Voigt. © Ulrike Käbberich

Referent Holger Voigt seit mehreren Jahren durch die Republik tourt, um Schülern für die Rohstoffwende, Nachhaltigkeit und den Klimaschutz zu begeistern.

Eschwege – Ein Raunen geht durch den Klassenraum. Kurz zuvor wurden den Schülern zwei Obenaufnahmen vom Nordpol gezeigt. Die erste aus dem Jahr 1979, dicht gefolgt von einer aktuellen Aufnahme. Das Besondere: Die Bilder stammen von einem Satelliten und sind im Fall des zweiten Bildes tatsächlich live. Und sie lassen den gravierenden Rückzug des Eises überdeutlich erkennen.

Wir befinden uns mitten in den „Lightcycle-Rohstoffwochen“ mit denen Referent Holger Voigt seit mehreren Jahren durch die Republik tourt, um Schülern für die Rohstoffwende, Nachhaltigkeit und den Klimaschutz zu begeistern. Dafür hat er nicht nur jede Menge an Hintergrundwissen und Exponaten mitgebracht, auf dem Schulhof der Friedrich-Wilhelm-Schule hat er außerdem eine Satellitenschüssel platziert, die nun während seines Vortrages live Bilder überträgt.

So zeigt er den Hambacher Forst vor der Rodung von oben und wie er heute aussieht und lässt dazu ein Stück Braunkohle herumgehen. Auch Gold, das in Handys verbaut wird, macht die Runde durch Schülerhände und dazu gibt es Bilder von Minen.

Voigts Botschaft ist dabei klar: „Euch betrifft das alles mal. Ihr seid die Generation, die dafür auch finanziell mal aufkommen muss. Aber ihr müsst nicht warten. Jeder kann schon jetzt etwas tun.“

Der Diplom-Biologe arbeitet seit 20 Jahren in der Umweltbildung und weiß, wovon er spricht, wenn er sagt, dass die „Fridays for Future“-Bewegung in kürzester Zeit teilweise mehr erreicht hätte als große Umweltvereine in jahrelanger Arbeit. Bei den Schülern kommt das gut an. Es sind alles Themen, mit denen sie sich eh beschäftigen und so kommen auch viele Zwischenfragen und Wortmeldungen.

Ein Schüler gibt beim Thema Konsumgüterteilung zwar zu bedenken, dass er seine Zahnbürste lieber nicht teilen möchte, aber andere Gegenstände könne er sich recht wohl vorstellen. Und auch Lilli, Maja und Theresa wollen nun mit ihren Eltern zu Hause über Nachhaltigkeit reden. Auch Jonas, Hans und William möchten jetzt mehr leihen, anstatt immer neu zu kaufen. Alain-Eskil hat gleich eine Idee für die FWS, man könne ja auf wiederverwendbare Tafelstifte umsteigen.

Die Lightcycle-Wochen haben vergangene Woche an mehreren Schulen im Werra-Meißner-Kreis stattgefunden. Finanziert werden sie unter anderem durch Germanwatch.  ulk

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