In Vorbereitung auf die Wahl am 24. September 

Schüler laden Bundestagskandidaten zum Gespräch ein

Laden zur Podiumsdiskussion ein: Jonas Gerlach, Katharina Franke, Max Wurdinger, Michele Först, Anna Schaub und Verbindungslehrer Thomas Sippel. Foto: Sagawe

Eschwege. Der Kreisschülerrat (KSR) bittet die Direktkandidaten bei der Bundestagswahl zu einer Podiumsdiskussion. KSR-Vorsitzender Max Wurdinger und sein Stellvertreter Adrian Beck werden die sieben Politiker am 13. Juni in der Kulturfabrik E-Werk in Eschwege interviewen und die Schüler-Fragerunde moderieren.

Zugesagt haben mit Ausnahme von SPD-Bewerber Michael Roth alle Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg: Timo Lübeck (CDU), Martina Selzer (Grüne), Sabine Leidig (Linke), Manfred Lister (FDP), Dr. Emmanuel Anyangwe Ngassa (FWG) und Stefan Wild (AfD). Der sozialdemokratische Staatsminister Michael Roth musste aus terminlichen Gründen absagen und wird vom Landtagsabgeordneten Lothar Quanz (Eschwege) vertreten.

Die Veranstaltung, die um 14 Uhr beginnen wird, richtet sich an Schüler ab der neunten Klasse. „Natürlich stehen in erster Linie die Erstwähler im Fokus“, sagt Wurdinger. Denen solle eine Orientierungshilfe für die Bundestagswahl am 24. September gegeben werden.

Zum Ablauf: Nach einer Vorstellungsrunde werden Themen wie innere Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Europa diskutiert. Anschließend haben die Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen. Zum Ende der Veranstaltung plant der Kreisschülerrat eine Online-Abstimmung unter den Besuchern. Möglicherweise wird es die auch schon zu Beginn der Podiumsdiskussion geben, um eine Vergleichbarkeit zu haben.

Die Podiumsdiskussion ist die zweite Veranstaltung dieser Art. Im Vorfeld der Kommunalwahl 2016 seien beste Erfahrungen damit gemacht worden – seinerzeit mit gut 60 Besuchern. Am übernächsten Dienstag werden im E-Werk 250 Schüler erwartet. Schulen außerhalb Eschweges bekommen Gelegenheit, Busfahrdienste einzurichten. Der KSR bekommt dafür eine Finanzhilfe von 3000 Euro von Kommunity Werra-Meißner.

„Für die Schüler ist das ein Angebot, sich mit wenig Aufwand zu informieren“, wirbt die stellvertretende KSR-Vorsitzende Michele Först für die Podiumsdiskussion. Und Verbindungslehrer Thomas Sippel ist froh, dass das Angebot „von den Schülern selbst kommt“. Grundsätzlich sei es schwierig, Jugendliche für Politik zu begeistern, weil die zu wenig auf deren Interessen zugeschnitten sei.

Ganz bewusst, so Wurdinger, habe sich der KSR entschlossen, auch den AfD-Kandidaten einzuladen. „Wir wollen auch mit denen in den Dialog kommen.“

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