Mit Zwiebelschalen, Möhren und Co. 

Auf die Strümpfe, fertig, los: In sechs Schritten ganz natürlich Eier färben

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Vorbereitungen: Bevor es ans Eierfärben geht, müssen Dagny (7) und Freya (4) erst einmal Strumpfhosen klein schneiden. 

Werra-Meißner. Wer beim Ostereierfärben auf Chemie verzichten möchte oder ganz einfach vergessen hat, rechtzeitig Farben zu kaufen, kann sich auch mit der Natur behelfen.

1.Zunächst werden alte Feinstrumpfhosen in gut drei Zentimeter breite Streifen geschnitten. Dabei gilt: Je breiter der Streifen, umso weniger muss man ihn spannen, um ihn auf der anderen Seite des Eis mit einem Gummiring zu fixieren.

2.Vor dem Färben sollten die Eier gründlich gewaschen werden, damit die Farbe überall gleich gut haftet. Je nach Ursprungsfarbe des Eis variiert die Färbung, weiße Eier lassen sich am besten färben.

3. Filigran: Fiedrige Blätter und Blüten machen die schönsten Muster auf dem Ei.

3.Im Garten gesammelte Blätter und Blüten werden in einer Schüssel mit Wasser gelagert, bevor sie aufs Ei kommen. So welken sie nicht und haften zudem besser auf der Schale. Vorsicht bei bunten Blüten: Auch sie färben das Ei.

4.Dann wird das Stück Strumpfhose über das Blatt oder die Blüte gestülpt und auf der anderen Seite mit einem Gummiring fixiert. Alternativ können auch dickere Gummiringe um das Ei gespannt werden, um ein Streifen-Muster zu erzielen. Vorsicht: Durch die Spannung platzen diese Eier während des Färbevorgangs häufiger.

5. Färbt am zuverlässigsten: Zwiebelschalen ergeben rotbraune Eier.

5.Während die Eier so präpariert werden, kann bereits ein Kochtopf mit Wasser und beispielsweise Zwiebelschalen aufgesetzt werden. Je länger man diesen Sud für sich kochen lässt, umso intensiver wird die Färbung später. Mit einem Löffel werden die Eier vorsichtig in den Topf gegeben.

Je nachdem, ob man weiche oder hart gekochte Eier haben möchte und wie intensiv die Färbung sein soll, lässt man die Eier zwischen vier und neun Minuten im kochenden Sud.

6.Am zuverlässigsten färben Zwiebelschalen. Sie ergeben rotbraune Eier. Trotzdem variieren die Färbungen stark – je nachdem, wo das Ei gelegen hat. Will man einen Grünton erreichen, wird es schwieriger. Versuche mit Matcha- und Schachtelhalm-Tee sowie die Zugabe von Brennnessel, Spinat und Petersilie schlugen fehl.

Das Ei links außen weist noch das beste Ergebnis auf. Auch der Gelbton ist recht schwach ausgeprägt, wie das Ei in der Mitte zeigt. Er wurde mit einer Mischung aus geraspelten Möhren und Kurkuma-Gewürzmischung erzeugt.

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